Franky Zapata
«Raketenmann» Franky Zapata hebt ab. | Foto: Michel Spingler/AP

Zapata scheitert im Ärmelkanal

Raketenmann geht baden

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Der große Traum scheitert an einer kleinen Welle. Weil sich die ein mal ein Meter große, schwimmende Landeplattform im entscheidenden Moment leicht bewegt hat, landete der Franzose Franky Zapata unverhofft im kalten Wasser des Ärmelkanals, statt wenig später triumphal in der britischen Hafenstadt Dover einzuschweben.

So endete am Donnerstagmorgen ein missglückter Rekordversuch des französischen „Raketenmanns“ auf seiner fliegenden Plattform „Flyboard Air“, der vergangene Woche bei dem Nationalfeiertag in Paris für Aufsehen gesorgt hatte. Der 40-jährige Zapata hatte gehofft, zum 100. Jahrestag der ersten Überquerung des Ärmelkanals durch den Luftfahrtpionier Louis Blériot die 35 Kilometer breite Wasserstraße zwischen Frankreich und Großbritannien überfliegen zu können. Er blieb aber zumindest unverletzt.

Der Jetski-Pilot kann nach eigenen Angaben mit seiner Erfindung normalerweise in maximal 150 Meter Höhe bis zu vier Kilometer weit fliegen. Für den Rekordversuch mit dem „Flyboard“ hatte Zapata sich einen Spezial-Rucksack mit 42 Liter Kerosin umgeschnallt und bei den Behörden beiderseits des Kanals um Erlaubnis für eine zweimalige Betankung in der Luft gebeten.

Schwimmende Plattform nur um Zentimeter verfehlt

Nach Angaben seines Teams sagte Frankreich jedoch Nein. Deswegen hatte Zapata keine andere Wahl als auf halber Strecke auf rauer See zu landen, um einen leeren Treibstoff-Rucksack gegen einen vollen auszutauschen. Dabei hat der Franzose nach eigener Darstellung die Plattform nur um einige Zentimeter verfehlt. „Es ist eine Riesenenttäuschung, aber er wird es sicher wieder probieren“, sagte ein Teammitglied der Zeitung „Guardian“.