Trümmer
Trümmer auf Bali begruben Motorräder unter sich. | Foto: Firdia Lisnawati/AP

Zeitweise Tsunami-Warnung

Tote nach neuem Erdbeben vor Indonesien

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Jakarta (dpa) – Bei einem erneuten schweren Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte Muhammad Rum von der örtlichen Katastrophenschutzbehörde dem Sender Metro TV in der Nacht zum Montag (Ortszeit).

Allein im Distrikt Nord-Lombok seien 29 Menschen gestorben. Die meisten Opfer seien auf herunterfallende Trümmerteile zurückzuführen. Das Beben hatte eine Stärke von 7,0.

An der Nordküste von Lombok wurde eine kleine Tsunamiwelle von 13 Zentimetern Höhe registriert, eine weitere bildete sich vor der östlichen Nachbarinsel Sumbawa. Medien berichteten auch von Gebäudeschäden auf der westlichen Nachbarinsel Bali.

Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben. Der Katastrophenschutz rief die Bevölkerung zunächst auf, Meeresküste und Flussufer zu meiden. Die Tsunami-Warnung wurde später aufgehoben. «Wir sammeln uns hier im Dunkeln ohne Strom. Jeder ist draußen im Freien», sagte der Distriktchef von Nord-Lombok, Najmul Akhyar.

Twitter-Nutzer wie US-Model Chrissy Teigen sendeten aufgeregte Tweets aus Bali. Der Korrespondent des australischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ABC, David Lipson, berichtete von Schäden an Balis Flughafen. Auch im Osten Javas war das Beben deutlich zu spüren.

Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte. Mehr als 500 Ausflügler wurden in den folgenden Tagen von dem aktiven Vulkan Rinjani in Sicherheit gebracht, wo sie zeitweilig festsaßen. Unter ihnen waren auch annähernd 200 Touristen aus dem Ausland, darunter etwa zwei Dutzend Deutsche.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde oder es brechen Vulkane aus.