Herz-Kreislauf-Erkrankungen: In den Industrienationen sind sie Todesursache Nummer Eins.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: In den Industrienationen sind sie Todesursache Nummer Eins. | Foto: 5Second/Adobe Stock

Ein faszinierendes Organ

Das Herz gibt den Takt an

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Schon seit jeher fasziniert das Organ „Herz“ den Menschen. So legt etwa der bekannte Freskenzyklus des Renaissancemalers Giotto di Bondone in der Capella degli Scrovegni all‘ Arena im italienischen Padua nahe, dass er die anatomische Form des menschlichen Herzens gekannt haben muss. Denn dort streckt eine Figur mit Heiligenschein mit ihrer linken Hand ein Herz – anatomisch abgebildet – gen Gottesfigur. Kunst- und Medizinhistoriker vermuten gar, dass es sich bei dieser anatomischen Abbildung möglicherweise um die erste bekannte dieser Art handeln könnte. Viele Jahrhunderte und bahnbrechende Forschungsarbeiten später hat sich die Kardiologie, also die Lehre vom Herz (griechisch: kardia), zu einem Fachgebiet der Inneren Medizin entwickelt.

 

Auch junge Menschen betroffen

 

Und dieses ist heute wichtiger denn je: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den Industrienationen nach wie vor die Todesursache Nummer eins – auch wenn die Sterberate in den vergangenen 45 Jahren um mehr als 25 Prozent gesunken ist. Längst sind diese Leiden nicht allein älteren Patienten vorbehalten, auch die Zahl der Patienten unter 50 Jahren steigt zunehmend. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem der Konsum von Alkohol und Zigaretten, dauerhafter Stress und Bewegungsmangel. Oft bleiben Erkrankungen wie Arteriosklerose, Myokarditis oder die koronare Herzkrankheit und andere unbemerkt, äußern sich lediglich durch unspezifische Symptome. Deshalb sind viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen lebensgefährlich und können tödlich verlaufen. Das deutsche Gesundheitssystem setzt präventiv an: Von den Krankenkassen (teil-) finanzierte Sportkurse zur Gewichtsreduktion, Aufklärungsarbeit über kardiovaskuläre Gesundheit im Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung und vieles mehr.

14Und die Notwendigkeit besteht ganz offensichtlich: Immerhin beliefen sich allein 2014 die geschätzen Gesamtkosten für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen laut des britischen Centre for Economics and Business Research allein in Deutschland auf 37,4 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

 

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