FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner mit BNN-Verleger und Chefredakteur Klaus Michael Baur im Foyer der Badischen Neuesten Nachrichten. | Foto: Mori Monteiro

Christian Lindner bei den BNN

„Das ist die rote Linie“

Anzeige

FDP-Chef  stellt Bedingungen

FDP-Chef Christian Lindner sieht Forderungen seiner Partei nach einem Einwanderungsgesetz in möglichen Koalitionsgesprächen als nicht verhandelbar an. Das betonte der Liberale im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten. Deutschland brauche klare Regeln für kontrollierte Zuwanderung, um damit auch Fachkräfte ins Land zu holen. „Asyl ist ein Angebot und kein Automatismus“, erklärte der Politiker.
Als Punkt, der sich mit der FDP unter keinen Umständen durchsetzen lasse, führte Lindner den von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angestrebten Vorschlag eines Eurozonen-Budgets an. „Das ist die rote Linie.“

Chance für Jamaika „nahe null“

Eine erneute Große Koalition hält Lindner indes für das wahrscheinlichste Ergebnis der Bundestagswahl am Sonntag. Die Wahrscheinlichkeit einer Jamaika-Koalition sieht der FDP-Chef „nahe null.“ Er sei jedoch zu Gesprächen bereit. „Ich werde mich nicht vor meine Partei stellen und ihr empfehlen, in eine Regierung zu gehen, die eine Richtung entgegen unseren entscheidenden Punkten einschlägt.“ Im Anschluss an seinen Besuch in der BNN-Redaktionskonferenz sprach Lindner vor rund 1 000 Menschen auf dem Karlsruher Friedrichsplatz.

Mehr lesen Sie in der morgigen Ausgabe der BNN (21.09.2017)