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Von der Bratpfanne bis zum Eispickel

So lassen Filmemacher Frauen ihre Opfer ins Jenseits befördern

Wie Frauen im Film morden: Das Klischee spielt gerne mal mit - oder die Täterinnen sind höchst kreativ.

Catherine Tramell (Sharon Stone) hält einen Eispickel in dem Film "Basic Instinct 2: Neues Spiel für Catherine Tramell" in ihrer Hand .
Setzt den Eispickel ein: Sharon Stone im Erotik-Thirller „Basic Instinct“ Foto: dpa

Sie vergiften ihre Opfer, erschlagen sie mit der Bratpfanne oder rammen ihnen einen Eispickel in den Rücken.

Filmemacher lassen Frauen ihre – überwiegend männlichen Opfer – auf höchst klischeehafte, aber auch höchst kreative Art ins Jenseits befördern.

Psychopathie gehört ebenso zu den Motiven wie Verzweiflung und Notwehr. Eine Auswahl:

Arsen und Spitzenhäubchen

US-Amerikanische Komödie, die auf einer Bühnenfassung basiert und 1944 erstmals ausgestrahlt wird. Die Mörderinnen Abby und Martha Brewster sind auf den ersten Blick zwei liebenswerte alte Damen – die aber jede Menge Leichen im Keller haben: Sie vergiften einsame alte Männer mit einem Cocktail aus Wein, Arsen, Strychnin und Zyankali, um sie „Gott näher zu bringen“.

Die Mörderinnen landen am Ende als Geisteskranke in ein Sanatorium.

Thelma & Louise

Amerikanisches Roadmovie von 1981. Louise erschießt in einer Bar in Arkansas einen Mann, der Thelma vergewaltigen wollte und Louise extrem provoziert. Auf der Flucht Richtung Süden jagen die beiden zudem einen Tankwagen in die Luft, dessen Fahrer sie wiederholt mit anzüglichen Bemerkungen traktiert. Am Schluss des Filmes rasen sie über die Abbruchkante des Grand Canyon.

Grüne Tomaten

Der US-Film von 1991 spielt vorwiegend in den 1930er Jahren in den Südstaaten. Protagonistin Idgie lenkt den Verdacht, den gewalttätigen Mann ihrer Freundin Ruth getötet und beseitigt zu haben, auf sich. Tatsächlich wurde er von der schwarzen Köchin ihres „Whisle Stop Cafe“ in Notwehr mit der Bratpfanne erschlagen. Seine Leiche wird – auf Idgies Anregung – von den Gästen des Cafés als Barbecue verzehrt. Ein Meineid des Pfarrers rettet Idgie vor einer Verurteilung.

Basic Instinct

Amerikanisch-französischer Erotikthriller von 1992, der Hauptdarstellerin Sharon Stone weltberühmt macht. Als eiskalte Schönheit, die Männern und Frauen nicht abgeneigt ist, tötet sie ihre Opfer mit einem Eispickel und macht die Taten zum Thema ihrer Romane.

Mörderin aus Liebe

In dem US-Thriller von 1997 konditioniert ein Polizist seine Geliebte, seine Ehefrau umzubringen und die Tat wie einen Raubmord aussehen zulassen.

Die Mörderin

v.l.: S. von Borsody, C. Schorn, A.-K. Kramer in Die Mörderin (ZDF) 05/98 ker Frau Fernsehen TV Schauspiel Szene Filmszene sitzend Gespräch Tisch Stuhl aufstützend halb quer
Nutzt einen Hammer als Tatwaffe: Suzanne von Borsody in „Die Mörderin“ mit Christine Schorn und Ann-Kathrin Kramer (v.l.) Foto: imago

Deutscher TV-Thriller von 1999, für den Susanne von Borsody den Deutschen Filmpreis erhält. Sie spielt Marga Nielsen, die ihren Mann mit einem Hammer erschlagen hat, aber auch nach elf Jahren im Gefängnis über ihre Motiv schweigt. Eine junge Psychologin soll ein Gutachten erstellen und versucht, die Hintergründe zu erforschen.

Monster

Amerikanisch-deutscher Film aus dem Jahr 2003, der auf der Geschichte von Aileen Wuornos basiert. Die Prostituierte erschießt und beraubt mehrere Freier und einen Autofahrer, der sie vermeintlich erkannt hat. Sie wird zum Tode verurteilt. Charlize Theron erhält für ihre Hauptrolle als Aileen Wuornos einen Oscar.

Aileen Wuornos (Charlize Theron) zielt in einer Szene des Kinofilms "Monster" mit ihrer Schusswaffe auf eines ihrer Opfer (undatiertes Archivfoto). Der Film von Regisseurin Patty Jenkins erzählt die über weite Strecken wahre Geschichte der ersten weiblichen Serienmörderin, der Amerikanerin Aileen Wuornos, die mindestens sechs Männer umgebracht hat und 2002 hingerichtet wurde. T
Erschießt ihre Opfer: Charlize Theron als Massenmörderin Aileen Wuornos. Foto: dpa

Lizzie Borden – Mord aus Verzweiflung

Der US-amerikanische Film von 2018 basiert auf der Geschichte von Lizzie Borden, die 1892 verdächtigt wird, ihren Vater und ihre Stiefmutter mit vielen Axthieben ermordet zu haben. Sie wird in einem aufsehenerregenden Prozess freigesprochen. Die Tat bleibt ungeklärt und wird legendär.

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