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Vorschrift der Gemeindeordnung

Nach Patt in Stichwahl: Bürgermeister soll ausgelost werden

Da es bereits im ersten Wahlgang ein knappes Ergebnis war, mussten die beiden Bürgermeisterkandidaten der Kleinstadt Ahnatal in die Stichwahl. Bei dieser holten beide nun exakt 2106 Stimmen. Nun soll ein ungewöhnliches Verfahren für die Entscheidung sorgen.

In Ahnatal hatten sowohl Amtsinhaber Michael Aufenanger (CDU) als auch Herausforderer Stephan Hänes (SPD) mit jeweils 2106 exakt die Hälfte der Stimmen bekommen. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einem Patt bei einer Stichwahl wird im nordhessischen Ahnatal voraussichtlich das Los über den neuen Bürgermeister entscheiden.

In der Gemeinde mit 8100 Einwohnern hatten am Sonntag sowohl Amtsinhaber Michael Aufenanger (CDU) als auch Herausforderer Stephan Hänes (SPD) mit jeweils 2106 exakt die Hälfte der Stimmen bekommen. Wenn der Wahlausschuss das Ergebnis am Dienstag bestätige, werde in derselben Sitzung ein Los gezogen, sagte Wahlleiter Dieter Semdner am Montag. Zuvor hatten verschiedene Medien über das Thema berichtet.

Wie genau die Auslosung ablaufen wird, sei noch unklar. „Ich bin dabei, das zu prüfen“, erklärte Semdner. Der Losentscheid wird von der Hessischen Gemeindeordnung vorgegeben. Dort heißt es: „Bei der Ermittlung der Bewerber für die Stichwahl und bei der Stichwahl entscheidet bei gleicher Zahl an gültigen Stimmen das vom Wahlleiter in der Sitzung des Wahlausschusses zu ziehende Los.“ Angaben zum genauen Prozedere finden sich dort nicht.

Bereits im ersten Wahlgang Anfang November war das Ergebnis knapp gewesen. Aufenanger hatte 46,68 Prozent der Stimmen erhalten, Hänes 45,10. Ein Kandidat der Grünen war weit abgeschlagen. Weil keiner der Kontrahenten über 50 Prozent kam, gab es eine Stichwahl.

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