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Russischer Oppositioneller

Protestcamp für Freilassung von Nawalny am Brandenburger Tor

Anhänger des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny tragen den Protest gegen dessen Haftstrafe ins Zentrum von Berlin. Ein „Demokratie-Camp“ am Brandenburger Tor soll der Kritik Nachdruck verleihen.

„Stop Putin's Terror!“ steht auf einem Transparent am Camp unweit des Brandenburger Tors in Berlin. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Für die Freilassung des Kremlgegners Alexej Nawalny protestieren Aktivisten seit Samstagnachmittag mit Zelten am Brandenburger Tor. Das „Demokratie-Camp“ soll einen Monat lang bestehen bleiben - Veranstalter ist der sich noch in Gründung befindliche Verein Unkremlin.

Gefordert werde nicht nur die Freilassung Nawalnys, sondern aller politischer Gefangener in Russland, hieß es. Die Teilnehmerzahl liege im unteren zweistelligen Bereich, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Auf Plakaten wurden Slogans gezeigt wie „Stop Putins Terror - Demokratie-Camp“, „Kein Geschäft mit Nord-Stream“ und „Keine Lizenz für den Sender RT“. Viele Spaziergänger am Brandenburger Tor blieben laut einem dpa-Reporter stehen und schauten sich die Forderungen an. Für die kommenden Tage wurden Reden von russischen Oppositionellen vor Ort angekündigt, darunter Olga Romanowa. Am Samstagnachmittag lagen der Polizei zunächst keine Störungen an dem Camp vor.

Alexej Nawalny war im Februar in einem viel kritisierten Prozess zur Verbüßung einer mehrjährigen Straflagerhaft verurteilt worden und ist im Hungerstreik. In den vergangenen Tagen hatte Nawalny eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes in der Haft beklagt. Im vergangenen Sommer hatte er nur knapp einen Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok überlebt.

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