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Karlsruher Institut für Technologie

Seltenen Erden auf der Spur: Forscher tun sich zusammen

Forscher des Karlsruher Institut für Technologie haben sich mit weiteren Wissenschaftlern zusammengetan um die Materialien auf Basis von Seltenen Erden zu untersuchen. Das Projekt geht vier Jahre lang. Es kostet zehn Millionen Euro.

Ein Eimerkettenbagger im Tagebau Vereinigtes Schleenhain (Symbolbild). Laut Germanwatch wird die Erde ab dem 29. Juli übernutzt - „wir nehmen ihr Ressourcen, die sie in diesem Jahr nicht mehr regenerieren kann“.
Forscher planen aus den Seltenen Erden neue Materialien mit neuen optischen und magnetischen Eigenschaften zu entwickeln. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Materialien auf Basis von Seltenen Erden werden für viele Hightech-Anwendungen gebraucht. Die Elemente sind nicht nur knapp, die Chemie ihrer molekularen Verbindungen ist nach Ansicht von Forschern bislang auch wenig untersucht. Das soll sich nun ändern. Ein interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftlern will sie näher unter die Lupe nehmen. Wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Koordinator am Mittwoch mitteilte, sind an dem neuen Sonderforschungsbereich SFB „4f for Future“ die Philipps-Universität Marburg, die LMU München und die Universität Tübingen beteiligt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ihn demnach ab Januar über vier Jahre mit mehr als zehn Millionen Euro.

Forschung untersucht neue Synthesewege und physikalische Eigenschaften

Mit der gemeinsamen Forschungsinitiative soll ein weltweit führendes Zentrum aufgebaut werden, das neue Entwicklungen aufgreift und vorantreibt, erläuterte SFB-Sprecher Peter Roesky. Nach Angaben des Professors am Institut für Anorganische Chemie des KIT wollen die Forscher Synthesewege und physikalische Eigenschaften neuer molekularer und nanoskaliger Seltenerd-Verbindungen untersuchen. Ziel sei es, Materialien mit neuen optischen und magnetischen Eigenschaften zu entwickeln.

Seltene Erden sind knapp und stehen auf der Rangliste der kritischen Rohstoffe ganz oben. Zu ihnen zählen Metalle wie Neodym, Dysprosium und Praseodym. Durch die Energiewende und zunehmende Elektromobilität steigt die Nachfrage nach ihnen.

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