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Gesundheitswesen

Streik an NRW-Unikliniken zu Ende – Verdi nimmt Einigung an

Wochenlang zog sich der Streik – doch nun soll es auch wirklich Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte in den Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen geben.

Beschäftigte von sechs Universitätskliniken beteiligten sich am landesweiten Streik der Pflegekräfte.
Beschäftigte von sechs Universitätskliniken beteiligten sich am landesweiten Streik der Pflegekräfte. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der bisher längste Arbeitskampf im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen ist zu Ende. Die Verdi-Tarifkommission akzeptierte am Dienstag ein in der Nacht zuvor mit den Arbeitgebern ausgehandeltes Eckpunktepapier.

Dieses soll nun schrittweise vom 1. Januar 2023 an umgesetzt werden, wie Gewerkschaft und Arbeitgeber mitteilten. Die Streiks werden ab Mittwoch beendet. Das Eckpunktepapier sieht zahlreiche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vor.

Zentrale Punkte der Einigung seien ein besserer Personalschlüssel insbesondere in patientennahen Berufsgruppen, eine schichtgenaue Belastungsmessung durch freie Tage oder finanziellen Ausgleich und Entlastungstage bei Unterschreiten der neuen Personalschlüssel.

Der Streik hatte mehr als elf Wochen gedauert. Die Gewerkschaft Verdi wollte mit dem Arbeitskampf spürbare Verbesserungen insbesondere in der chronisch unterbesetzten Pflege durchsetzen, aber auch in anderen Klinikbereichen. Weit mehr als 10 000 Operationen mussten wegen knapper Besetzung an den sechs Kliniken seit Anfang Mai verschoben werden. Eine Vielzahl von Corona-Erkrankten verschärfte die Lage zusätzlich.

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