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System war überlastet

Warum die Warn-App „NINA“ beim bundesweiten Warntag zu spät auslöste

Mit einer halben Stunde Verspätung haben viele Menschen am Donnerstag die „NINA“-Meldung zum bundesweiten Warntag bekommen. Der Grund war eine mangelhafte Abstimmung im Voraus.

Die Notfall-App „NINA“, hier neben dem Alternativ-Angebot „KATWARN“, sollte eigentlich pünktlich um 11 Uhr eine Information über den bundesweiten Warntag verschicken. Vielerorts kam diese aber gar nicht oder zu spät an. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Pünktlich um 11 Uhr ertönten heute in ganz Deutschland die Sirenen zum bundesweiten Warntag. Auch die Warn-App „NINA“ des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sollte eigentlich eine Warnmeldung verschicken und über die Aktion informieren.

Bei vielen Menschen in Karlsruhe und Umgebung kam die Meldung aber erst um 11.31 Uhr oder sogar noch später aufs Handy. Auf Twitter berichteten zahlreiche Nutzer aus ganz Deutschland von ähnlichen Problemen. Teilweise sollen „NINA“-Nutzer die Entwarnung sogar vor der Warnung bekommen haben.

Zu viele Leitstellen haben Warnungen ausgelöst

„Die Warnung über „NINA“ ist mit einer deutlichen, zu großen Verzögerung erfolgt“, bestätigt Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz, auf BNN-Anfrage.

„Erste Analysen haben ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur zentral die Warnung ausgelöst worden ist, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst haben, so dass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist.“

Nach Angaben des Bundesamtes auf Twitter sei zuvor vereinbart worden, dass nur der Bund eine entsprechende Warnung auslösen sollte. Daran haben sich aber offenbar zahlreiche Leitstellen nicht gehalten.

Dies müsse für den nächsten Warntag „noch viel deutlicher abgestimmt“ werden, so Unger. Gegebenenfalls müssten entsprechende technische Vorkehrungen getroffen werden.

Das Bundesamt betont auf Twitter, dass die Panne „wichtige Erkenntnisse für den Ausbau modularer Warnsysteme und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern“ liefere.

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