Kommentar
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Pforzheimer Stadtgespräch

Die Goldstadt wartet auf die Brötchentaste

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In Pforzheim geht es rund – für die Mutigen dreidimensional, für die Konservativen im beschaulichen Dreivierteltakt der Drehorgel und für die Romantischen ganz hoch hinaus – für sechs Euro in der Riesenradgondel über die Dächer der Goldstadt.

Schwüle Hitze und bleierne Schwere

Auf dem Messplatz rockt Pforzheim, zumindest dort. Über viele andere Ecken der Stadt hat sich mit der schwülen Hitze auch eine bleierne Schwere gelegt.
So gesehen ist die Pforzheimer Mess’ ja vielleicht so was wie die Helene Fischer der Fußballnation. Nur eben mit ekstatischem Gekreische statt gellenden Pfiffen.

Die Mess‘ als Pausenclown

Pausenclown in einer Zwischenzeit der Ungewissheit. Der Alte ist schon weg und der Neue noch nicht da. Plötzlich keimt neben altem Zweifel auch neue Hoffnung.

Hoffnung auf Rückschritt

Die Hoffnung derer, die schon immer wollten, dass Projekte, eigentlich längst angeschoben, doch wieder aus den Gleisen gehoben werden könnten. Die Hoffnung derer, die gefühlte Sicherheit und kleinstädtische Sauberkeit der mutigen Weiterentwicklung einer Großstadt vorziehen. Geht es dem Schlossberg wie dem Stadtboulevard? Der Innenstadt-Ost wie dem Radwegekonzept? Der Integration wie dem Präzisionszentrum?

Frischer Wind oder Brötchentaste?

Es ist eine gespannte Langeweile, die da über Pforzheim hängt. Die einen warten auf einen frischen Wind, die anderen auf die Brötchentaste.