Kleiekotzer - auf diesen, ziemlich unschönen Namen hört der hölzerne Manneskopf, der derzeit als Teil der Ausstellung "Zweck fremd?! Den Dingen auf der Spur" im Badischen Landesmuseum zu sehen ist.
Kleiekotzer - auf diesen, ziemlich unschönen Namen hört der hölzerne Manneskopf, der derzeit als Teil der Ausstellung "Zweck fremd?! Den Dingen auf der Spur" im Badischen Landesmuseum zu sehen ist. | Foto: Uli Deck/BLM

Auf ins Museum!

Die neuen Ausstellungen in der Region

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Kuriose Alltagsgegenstände, fantasievolle Schmuckobjekte und Künstler, die sich erst vor Ort überlegen, was genau sie eigentlich ausstellen wollen – wer noch immer denkt, Museen wären Orte, in denen langweilige Bilder hängen und verstaubte Gegenstände herumstehen, der liegt – zumindest was die Region betrifft – mehr als nur falsch.

Mit zahlreichen neuen Ausstellungen locken die Museen, Galerien und Kunstvereine diesen Herbst und Winter in ihre Räume und Hallen. Wir stellen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einige unter ihnen vor:

Baden-Baden

Foto: Museum Frieder Burda

Das Museum Frieder Burda, Lichtentaler Allee 8b, zeigt in der Ausstellung „Lightboxes“ noch bis zum 26. November Fotoleuchtkästen des kanadischen Konzeptkünstlers Rodney Graham. Einen Querschnitt durch die visuelle Kultur Amerikas gibt das Museum vom 9. Dezember bis zum 21. Mai mit der Ausstellung „America! America! How real is real?“, die unter anderem Werke von Jeff Koons und Andy Warhol beinhaltet.

Noch bis Sonntag, 15. Oktober, sind in der Staatlichen Kunsthalle, Lichtentaler Allee 8 a, Werke des chinesischen Künstlers Liang Shuo zu sehen, der seine Materialien für jede Ausstellung vor Ort zusammensucht und dafür das Museum in eine Experimentierfläche verwandelt hat. Vom 10. November bis zum 4. Februar folgt mit „If Found Please Return to Lagos“ die Einzelausstellung des multimedial arbeitenden Künstlers Emeka Ogboh. Vom 2. März bis zum 17. Juni beschäftigt sich das Museum in der Sonderausstellung „Ausstellen des Ausstellens“ mit dem Wandel der Infrastruktur des Museums an sich. Im Studioraum der Staatlichen Kunsthalle sind bis zum 12. November Arbeiten von Stefanie Klingemann zu sehen.

„Hans Thoma. Wanderer zwischen den Welten“ heißt eine Ausstellung im Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts im Kulturhaus LA8, Lichtentaler Allee 8, die noch bis zum 4. März Werke Malers zeigt. Was sonst verschlossen im Depot liegt, wird im Rahmen von „Ausgepackt! – 125 Jahre Stadtmuseum Baden-Baden“ noch bis zum 18. März im Stadtmuseum, Lichtentaler Allee 10, gezeigt. Zu sehen ist dort außerdem bis 5. November „Reformation mit Hindernissen – 500 Jahre evangelischer Glaube in Baden-Baden“.

Das Kunstmuseum Gehrke-Remund, Güterbahnhofstraße 9, zeigt mit „Viva la Vida“ bis zum 7. Januar handgemalte lizenzierte Repliken von Selbstbildnissen Frida Kahlos. Bei der Gesellschaft der Freunde Junger Kunst im ersten Obergeschoss des Alten Dampfbades am Marktplatz sind bis zum 19. November „Reise-Skizzen“ zu sehen.

Bretten

Noch bis zum 29. Oktober kann im Melanchthonhaus, Melanchthonstraße 1–3, die Ausstellung „Gedenkstücke im Melanchthonhaus: interessant, kurios, unterhaltsam“ besichtigt werden. Neue Exponate gibt es seit Juni im Deutschen Schutzengel-Museum im Schweizer Hof, Engelsberg 9.

Bruchsal

Beim Kunstverein „Das Damianstor“ werden noch bis Sonntag, 15. Oktober, Papierobjekte von Wilhelm Morat ausgestellt. Vom 19. November bis 17. Dezember folgen Prägedrucke und Holzobjekte von Norbert Klaus.

Ettlingen

Foto: Museum Ettlingen

Das Museum Ettlingen im Ettlinger Schloss zeigt noch bis zum 7. Januar im Rahmen der Studioausstellung „Vom Floh gebissen“ historische Flohfallen. In der sich ebenfalls im Schloss befindlichen Städtischen Galerie läuft noch bis zum 12. November die Ausstellung „Norbert Huwer – retrospektiv“. Zudem stehen sich dort seit März dieses Jahres in einer Sammlungsausstellung Werke von Karl Hofer und Plastiken des Bildhauers Karl Albiker gegenüber.
Die Faszination der Illusionsmaschine Kino ist das Thema von Tobias Dostal, dessen Werke noch bis Sonntag, 15. Oktober, beim Kunstverein Wilhelmshöhe gezeigt werden. Vom 26. bis 29. Oktober folgen bei „Höhenluft #14“ Arbeiten von Gin Bahc & Anas, vom 11. November bis 10. Dezember schließlich „Kristalle“ von Eckart Steinhauser.

Karlsruhe

Foto: Digital Image, The Museum of Modern Art/ Scala, Florence

Dinge, deren Sinn und Funktion sich nicht gleich auf den ersten Blick erschließt, zeigt noch bis 5. August nächsten Jahres die Ausstellung „Zweck fremd?! Den Dingen auf der Spur“ im Badischen Landesmuseum im Schloss Karlsruhe. Am 16. Dezember startet dort außerdem die Sonderausstellung „Die Etrusker. Weltkultur im antiken Italien“, die bis zum 17. Juni geplant ist. Die Ausstellung „#Waldschwarzschön – Black Forest remixed!“ ist noch bis zum 7. Januar im Museum beim Markt, Karl-Friedrich-Straße 6, zu sehen.

Zeichnungen und Druckgrafiken von Erich Heckel sind noch bis zum 11. Februar in der Staatlichen Kunsthalle, Hans-Thoma-Straße 2–6, zu sehen. Vom 28. Oktober bis zum 11. Februar stehen dort im Rahmen der Ausstellung „Cézanne. Metamorphosen“ Werke Paul Cézanne im Mittelpunkt. Parallel läuft in unmittelbarer Nachbarschaft für ein Publikum ab zehn Jahren die Ausstellung „Cézannes Handtuch – Eine Entdeckungsreise in der Jungen Kunsthalle“. Ab dem 24. März zeigt die Staatliche Kunsthalle Werke des Gegenwartskünstlers Sean Scully.
Das Lebenswerk des 1959 verstorbenen Architekten Otto Bartning ist noch bis Sonntag, 22. Oktober, Thema einer Sonderausstellung in der Städtischen Galerie, Lorenzstraße 27. Über 100 Exponate aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin sind vom 16. Dezember bis 11. März bei der Sonderausstellung „Mut zur Freiheit“ zu sehen.

Zahlreiche Ausstellungen bietet das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Lorenzstraße 19: So läuft noch bis zum 18. März „Datumsoria: The Return of the Real“. Um immersive Kunst geht es in „The Art of Immersion“, einer Ausstellung, die noch bis zum 28. Januar zu sehen sein wird. Noch bis Sonntag, 22. Oktober, laufen außerdem im Rahmen der Ausstellungsreihe „Poetische Expansionen II“ drei Retrospektiven von Nanni Balestrini, Hansjörg Mayer und Gerhard Rühm. Im Lichthof 1+2 wird darüber hinaus bis zum 28. Januar „Radical Software. The Raindance Foundation, Media Ecology and Video Art“ gezeigt. Ab dem 20. Oktober bis zum 5. August können Besucher die Ausstellung „Open Codes. Leben in digitalen Welten“ besuchen. In „Resonanzen. 40 Jahre Kunststiftung Baden-Württemberg“ sind ab dem 4. November und bis zum 18. Februar Arbeiten von Stipendiaten zu sehen. „Feministische Avantgarde der 1970er Jahre“, eine 400 Kunstwerke umfassende Ausstellung, eröffnet am 18. November und läuft bis zum 8. April. Die Sonderausstellung „Dia-Logos. Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens“ gibt es ab 17. März.
Das Naturkundemuseum am Friedrichsplatz zeigt bis 28. Januar „Amerika nach dem Eis. Mensch und Megafauna in der neuen Welt“. Vom 23. November bis 8. April dauert die Fotoausstellung „Kegelrobben auf Helgoland“.

Arbeiten von Lubaina Himid präsentiert der Badische Kunstverein, Waldstraße 3, bis 26. November in der Ausstellung „The Truth is Never Watertight“. Ebenso lange ist dort „To Become Two“ von Alex Martinis Roe zu sehen.

Um „Karlsruher Heimaten“ geht es noch bis zum 29. Oktober in einer Doppelausstellung im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais sowie im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach. Letzteres präsentiert außerdem bis zum 17. Dezember die Sonderausstellung „Mein erster Schultag“.

Vom 8. November bis zum 3. Februar geht in der Badischen Landesbibliothek die Ausstellung „Rheinheimisch – Ausgewählte Erinnerungsorte am Oberrhein“. Das Museum für Literatur am Oberrhein im Prinz-Max-Palais zeigt bis zum 5. November außerdem die Ausstellung „Die Kunst der Wissenschaft / The Art of Science“, ein Zusammenspiel von Bild, plastischen Arbeiten und literarischen Texten von Zehra Çirak und Jürgen Walter.

Pforzheim und Enzkreis

Foto: Schmuckmuseum Pforzheim

Das Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus, Jahnstraße 42, zeigt vom 27. Oktober bis zum 25. Februar die Ausstellung „Pretty on Pink. Graue Eminenzen des Schmucks“ (Foto: Janusz Tschech/Schmuckmuseum Pforzheim). Körperschmuck von Tattoo bis zu Piercing und Tunnel ist bis Sonntag, 22. Oktober bei „Hautnah – Schmuck, der unter die Haut geht“ zu sehen. Der Kunstverein im Reuchlinhaus setzt sich bis Sonntag, 22. Oktober, im Rahmen der Ausstellung „Grafik 2017“ mit dem Thema Lithografie auseinander.

Um Metall geht es noch bis zum 4. März in der Pforzheim Galerie, Bleichstraße 81. Die Galerie Brötzinger Art, Brunnenstraße 14, zeigt in „Stein Erde Form“ Fotografien und Materialbilder von Barbara Karsch-Chaieb. Bis zum 25. Februar dauert im Pforzheimer Stadtmuseum, Westliche-Karl-Friedrich-Straße 243, die Ausstellung „50 Jahre Marionettenbühne Mottenkäfig“.

Rastatt

„Friedrich Kaiser. Zeitzeuge eines unruhigen Jahrhunderts“ heißt eine Ausstellung, die vom 11. November bis 2. April im Stadtmuseum Rastatt, Herrenstraße 11, läuft. Im Frühjahr folgt dann „Rastatt in der ,Weimarer Republik‘ – Die Zeit zwischen den Weltkriegen“. Im Wehrgeschichtlichen Museum startet am 21. Oktober „,Die kahlen, kalten Berge …‘ – Der Erste Weltkrieg im Alpenraum, die Deutsche Gebirgstruppe und das Württembergische Gebirgsbataillon“ (Ende der Ausstellung: 15. April).
Arbeiten von Nino Malfatti zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle, Kaiserstraße 48, unter dem Titel „Zwischen Erde und Himmel“ bis zum 28. Januar.

Schloss Neuenbürg

Bis 12. November geht im Schloss Neuenbürg die Augsburger Puppenkiste-Sonderausstellung „Vom Lummerland bis in den Schwarzwald“.