Wenn die besten League-of-Legends-Spieler der Welt gegeneinander antreten, schauen weltweit Millionen Fans zu. Das Foto entstand beim Halbfinalspiel der WM 2019. G2 setzte sich mit 3:1 gegen das Team SKT aus Korea durch. | Foto: Imago

eSports

E-Sport – Was ist das?

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E-Sport oder eSports – was ist das? Was soll das? Und was gibt es da bei uns, hier in Deutschland? Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Infos und Fakten rund um das Thema E-Sport.

E-Sport ist ein Sammelbegriff für Computerspiele, die freizeitmäßig oder professionell gespielt werden. Wie im „normalen“ Sport gibt es Teams, Stars, Weltmeisterschaften und Ligen – mit teilweise millionenschweren Preisgeldern und vielen Zuschauern. Bislang wird E-Sport in Deutschland nicht als Sport anerkannt. Das bringt bei der Organisation von Turnieren Nachteile mit sich.

Mehr zum Thema: E-Sport ist virtuell auf dem Vormarsch

Schon von Beginn der Videospielgeschichte an – also seit den 70er Jahren – gibt es Wettbewerbe, bei denen um Geld und Sachpreise gespielt wird. Das erste Videospielturnier wurde 1972 an einer US-amerikanischen Universität ausgetragen. Gespielt wurde „Pong“, für den Sieger gab es ein Jahresabo der Zeitschrift „Rolling Stone“.

Was früher in Kneipen oder Spielhallen passierte, geschieht heute in Stadien und Hallen in der ganzen Welt, oft übertragen per Live-Stream. Die Professionalisierung und die Gründung von echten E-Sport-Teams begannen Mitte der 90er Jahre. 1997 entstand die erste deutsche Liga, heute heißt sie „Electronic Sports League“ (ESL). Vor allem in Asien, im Speziellen in Südkorea, boomt das Geschäft. Dort fand im Jahr 2000 die erste Weltmeisterschaft unter dem Namen „World Cyber Games“ statt. Welche Spiele die Profis spielen, veränderte sich über die Jahre immer wieder.

E-Sport in den Medien

Im internationalen Vergleich genoss E-Sport lange medial eine höhere Bedeutung als in Deutschland. Nun berichten Fachmagazine wie der Kicker über E-Sport. Auf Online-Plattformen wie Twitch oder Youtube schauen Hundertausende Fans die Spielen an. Der Sender Pro 7 hat mit „ran e-Sports“ ein wöchentliche TV-Sendung im Programm. Sport 1 hat 2018 mit „eSPORTS 1“ einen eigenen Pay-TV-Sender gestartet.

E-Sport in Deutschland

Auf der großen Bühne mischen viele deutsche Mannschaften mit. Neben reinen E-Sports-Teams wie SK Gaming, n!faculty oder mousesports haben sich einige traditionelle Sportclubs in den Sektor gewagt: Der FC Schalke 04 hat ein erfolgreiches League-of-Legends-Team, Vereine wie VfL Wolfsburg oder Werder Bremen kicken bei „Fifa“ virtuell mit. In der Region räumen die E-Sportler von KIT eSports aus Karlsruhe bei den Uni-Meisterschaften Preise ab.

Welche E-Sport-Spiele gibt es? (Eine Auswahl)

Shooter

Shooter werden normalerweise in Teams gespielt. Es geht darum, das gegnerische Team mit Waffen zu besiegen – mal im quietschbunten Comiclook, mal mit virtuellen Nachbauten real existierender Waffen, aber immer mit viel Action. Diese Spiele verlangen schnelle Reaktionen und präzises Zielen.

Strategiespiele

In Strategiespielen steuert der Spieler eine oder mehrere Figuren aus der Vogelperpektive über das Spielfeld. Die Spiele werden entweder in Teams oder in Eins-gegen-eins-Duellen gegeneinander ausgetragen. Gefragt sind vor allem durchdachte Taktiken und die schnelle und präzise Anpassung an die Strategie des Gegenspielers.

 

Sportspiele

Einmal sein wie die Profis: Fußball-, Basketball-, Football- oder Rennsimulationen vermitteln dem Spieler das Gefühl, selbst auf dem Feld oder im Cockpit zu sitzen. Aber auch arcade-lastige Alternativen erfreuen sich großer Beliebtheit

 

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