Karlsruhe ist nun offiziell die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands.
Karlsruhe ist nun offiziell die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Das ist schön. | Foto: Archiv/Hora

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Was die Woche wichtig war: Wir sind Fahrrad!

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Karlsruhe ist Meister – nicht im Fußball, sondern auf zwei Rädern. Ein alter KSC-Hase hat der Stadt trotzdem einen Besuch abgestattet. Auf der „Fest“-Bühne wird’s langsam voll, und in Baden-Baden hat es eine Hochzeitsgesellschaft leicht übertrieben. Die wichtigsten BNN-Nachrichten im Wochenrückblick. 

Karlsruhe ist Deutschlands Fahrradhauptstadt – zumindest, wenn man dem Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs glauben mag. Das wurde diese Woche veröffentlicht. Unter den deutschen Großstädten bis 500.000 Einwohner ist die Fächerstadt in diesem Jahr am bisherigen Spitzenreiter Münster vorbeigezogen. Toll! Nicht so toll: Ein richtiger Musterschüler ist Fahrrad-Karlsruhe trotzdem nicht: Die gerade noch befriedigende Gesamtnote 3,1 reichte für den ersten Platz. „Sieger zu sein, weil andere abgestiegen sind, erzeugt kein Jubelgefühl“, sagt dazu Christian Büttner vom Karlsruher ADFC-Kreisverband.

Ob die Hochzeitsgesellschaft in Baden-Baden auf Zweirädern für weniger Ärger gesorgt hätte? Eine ähnlich besonnene Wenig-Jubel-Einstellung wie die des Fahrradclubs hätte jedenfalls nicht geschadet. Die rund 500 Gäste sollen mit ihren Luxus-Autos den Verkehr behindert haben, mit röhrenden Motoren sorgten sie für jede Menge Unmut in der Bäderstadt. Der Vorfall um die „übermotorisierten Wichtigtuer“ – Zitat Stadtrat Werner Henn – schlug auch politisch Wellen. Der Baden-Badener Kurhaus-Chef dazu: „Das kann jedem hier passieren.“ Na dann.

Ähnlich lautstark wie in Baden-Baden soll es im Sommer auf dem Karlsruher „Fest“ werden – dann aber hoffentlich mit weniger Ärger und stattdessen nur mit guter Laune. In der vergangenen Woche sind weitere Acts für das berühmte Musikfestival bekannt gegeben worden – neben der deutschen Hip-Hopper-Formation „Fettes Brot“ ist auch der Waldbronner Sänger Max Giesinger mit dabei. Mehr Infos zum Line-Up gibt es hier.

Hohen Besuch gab es die Woche übrigens auch beim Karlsruher SC: Fußball-Legende Mehmet Scholl (Europameister, mehrfacher deutscher Meister und DFB-Pokalsieger sowie, und das ist schließlich das wichtigste, langjähriger KSC-Kicker) schaute im Wildpark an alter Wirkungsstätte vorbei. „Schön war‘s“ sagte Scholl danach. Ob der Fußballer Fan von Max Giesinger oder „Fettes Brot“ ist, ist nicht bekannt.

Schön findet die Stadt Mannheim übrigens auch ihre neu gestaltete Einkaufsstraße. Und damit die aufgehübschten Planken auch hübsch bleiben, hat die Stadt gleich mal heftige Strafen für all jene eingeführt, die es wagen, die Stadt mit Zigarettenkippen (Igitt!) oder ausgespuckten Kaugummis (Oh Gott!) zu beschmutzen. 75 Euro Bußgeld gibt’s jetzt für ersteres, satte 100 Euro für letzteres. Bußgelder für Schmutzfinken hat Mannheim aber natürlich nicht erfunden – die gibt’s auch anderswo. Wie viel das Rumsauen in welcher Stadt jeweils kostet, haben wir hier für die Region zusammengetragen.

 

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