Der Ispringer Neuzugang Taha Akgül holte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Gold. dpa

Ringer-Weltverband macht Druck

DRL-Clubs droht Ungemach

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Auf dem Weg zu einer eigenständigen Liga, die Ende September starten soll, sieht sich die Deutsche Ringer-Liga (DRL) nun der nächsten Hürde gegenüber. Spielverderber ist diesmal der Weltverband UWW beziehungsweise dessen europäische Vertretung. In einem Brief erklärt UWW-Europe alle Wechsel von und zu den fünf DRL-Clubs, darunter der SV Germania Weingarten und der KSV Ispringen, für illegal und droht mit nicht näher benannten Sanktionen.

DRL-Geschäftsführer kündigt Antwort an

„Offensichtlich haben die nicht verstanden, worum es uns geht“, sagt DRL-Geschäftsführer Markus Scheu und kündigt an: „Wir schreiben der UWW-Europe und klären die Sache auf.“ Teil der Argumentation: Die Vereine selbst haben sich nicht der DRL angeschlossen, diese ist ein Zusammenschluss von Kapitalgesellschaften.

Das war zu erwarten.

Beim amtierenden Mannschaftsmeister aus Weingarten reagiert man gelassen auf die Drohungen. „Das war zu erwarten“, sagt SVG-Trainer Frank Heinzelbecker, der aber durchaus um deren Wirkung weiß: „Das ist eine Abschreckung für internationale Athleten.“ Ähnlich sieht es Werner Koch. „Die Verunsicherung bei den Ringern ist da“, betont der Vorsitzende des Vizemeisters aus Ispringen und schließt deshalb rechtliche Schritte nicht aus: „Wenn es sein müsste, würden wir den Rechtsweg einschlagen und eine einstweilige Verfügung erwirken.“