Ein Schmuckstück auch von außen ist das Reuchlinhaus, in dem sich das Pforzheimer Schmuckmuseum befindet. Bei dem Jubiläum spielt es immer wieder eine besondere Rolle. | Foto: Winfried Reinhardt/pr

Pforzheim feiert in den nächsten Monaten 250 Jahre Schmuck, Uhren und Design

Eine Stadt im Zeichen des Goldes

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Pforzheim. Es war Markgraf Karl Friedrich, der im Jahr 1767 das Privileg erteilte, in Pforzheim eine Taschenuhr- und Silberwarenmanufaktur zu errichten und damit eine Entwicklung in Gang brachte, die bis heute Konsequenzen für die Stadt hat – angefangen von zahlreichen angesiedelten Goldschmieden und Schmuckdesignern, über weit über die Region hinaus bekannte Museen zum Thema Schmuck- und Uhrenkunst bis zur Prägung Pforzheims als Kreativ- und Hochschulstandort.
Mit über 300 Veranstaltungen feiert die Goldstadt deshalb ausgiebig ihr besonderes Jubiläum. Wir stellen einige Höhepunkte aus dem Programm von „250 Jahre Goldstadt Pforzheim“ vor. Weitere gibt es unter www.goldstadt250.de.

April

 

Ansichten und Aussichten auf seine Heimatstadt gibt am Freitag, 21. April, um 20.30 Uhr der in Pforzheim geborene Sänger Dieter Huthmacher im Kulturhaus Osterfeld. Karten unter www.kulturhaus-osterfeld.de.
Noch bis Sonntag, 23. April kann im Schmuckmuseum Pforzheim die Ausstellung „Mechanik en miniature – Armbanduhren der Luxusklasse“ besichtigt werden.
Das „Palastperlen Konzert“ lockt am Dienstag, 25. April, ab 20.15 Uhr zu Salonmusik der 20er- und 30er-Jahre ins Gasometer. Karten unter www.reservix.de.

Mai

„Pforzheim Revisited“ nennt sich eine Ausstellung, die vom 5. bis 21. Mai im Emma-Kreativzentrum zeigt, wie sich alte Techniken mit Hightech neu interpretieren lassen.
„Ausgetickt – Die Stunde der Uhren“ ist ein Musical für die ganze Familie am 6. (18 Uhr) und 7. Mai (15 Uhr) im Kulturhaus Osterfeld. Karten gibt es unter www.kulturhaus-osterfeld.de.
Mit der großen Eröffnungsgala „250 Jahre Goldstadt – Innovationen“ im CongressCentrum kommt am 12. und 13. Mai, jeweils ab 20 Uhr, das Jubiläum so richtig in die Gänge. Stargast am 12. Mai ist José Carreras, diese Show ist allerdings bereits ausverkauft. An beiden Tagen gibt es eine 270-Grad-Multi-Visionsshow des Ensembles xenorama sowie eine Modenschau zu sehen. Karten für den 13. Mai unter www.goldstadt250.de.
Um das Thema „Luxus!?“ geht es vom 19. bis 25. Mai bei einer Ausstellung der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim gemeinsam mit vielen anderen im Alfons-Kern-Turm, der im Jubiläumsjahr als neuer Schmelztiegel der kreativen Szene eingeführt wird.
Cartier und Tiffany sind nur zwei der berühmten Marken, die ab dem 21. Mai im Schmuckmuseum Pforzheim im Mittelpunkt der Doppelausstellung „Must-haves – Schmuck großer Juweliere / Must-sees – Schmuck in der Kunst“ stehen. Informatoinen unter: www.schmuckmuseum-pforzheim.de.

Juni

Medienkunst an den Fassaden von Industriehaus und Schmuckwelten zeigt der Künstler Alexander Stublic ab dem 23. Juni allabendlich ab 21.30 Uhr mit „Timeless machine“. Vier Wochen lang wird dort die Stadtgeschichte im Hinblick auf Design beleuchtet.
Ein Zunft-Sommerfest, unter anderem mit Schaugoldschmieden gibt es am 25. Juni von 14 bis 21 Uhr im Reuchlinhaus.

Juli

Ein Sommerfest feiert das Kreativzentrum Emma am 1. Juli ab 18 Uhr mit Foodtruck, Cocktailbar und Musik.
Seiner „Lust auf Schmuck“ kann man am 1. und 2. Juli bei einer Verkaufsausstellung für Designschmuck in der Galerie zum Hof nachgehen. Mehr unter www.lust-auf-schmuck-pforzheim.de.
Gold-Märchen für Drei- bis Sechsjährige gibt es am 6. Juli ab 15 Uhr im Archivbau Pforzheim zu hören. Karten unter E-Mail die-frau-holle@gmx.de.
Zu „Goldenen Momenten“ lädt vom 6. bis zum 9. Juli der Pforzheimer Stadtgarten. So sind dort am 6. Juli ab 20.30 Uhr Jay Alexander und das Orchester der Kulturen mit der „Sommer-Sinfonie für alle“ zu Gast. Einen Tag später (ab 19 Uhr) spielen die Musiker der Feuerwehr Pforzheim mit ihrer Big Band „brandheiß“ Klassiker aus den letzten 60 Jahren. „Musikalische Juwelen“ mit Feuerwerk präsentiert dann am 8. Juli um 20.30 Uhr das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim. Und wer schon immer als „Rassler“ nach Pforzheim wandern wollte (die Rassler waren die täglich bis zu sechs Stunden aus dem Pforzheimer Umland in die Stadt pendelnden Goldschmiede), hat am 9. Juli ab 13 Uhr bei der Rassler Stern-Wanderung auf einer von 14 Routen Gelegenheit dazu. Sie endet mit einem Musikfest im Stadtgarten.
Bei „Die lange Werkbank“ am 8. Juli präsentieren kreative Hände der Stadt von 11 bis 17 Uhr ihr Handwerk live auf der Simmlerstraße (bei Regen: Jahnhalle).
Einen Tag der offenen Werkstatt mit vielen Mitmachangeboten bietet am 15. Juli von 10 bis 17 Uhr die Goldschmiede- und Uhrmacherschule.
Ein Weltrekord soll am 28. Juli ab 16 Uhr bei der „Nacht der 1 001 Bräute“ geknackt werden, an der ehemalige und zukünftige Bräute ab 18 Jahren mit Kleid teilnehmen können. Die Aktion findet im VolksbankHaus statt. Weitere Infos unter www.1001-braut.de.
Über 100 Akteure erwecken am 28. und 29. Juli ab 21.30 Uhr beim Goldrausch Open-Air Theater-Spektakel die Geschichte der Goldstadt bei einer Parade durch die Innenstadt zum Leben.