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Familie des „Bataclan“-Attentäters

Festnahmen im Elsass wegen mutmaßlicher Terrorfinanzierung

Sechs Festnahmen, fünf davon im Elsass: Die Justiz in Frankreich geht gegen Verwandte eines Mannes vor, der vor sechs Jahren in der Pariser Konzerthalle Bataclan zahlreiche Menschen getötet hatte. Auch die Mutter des Mannes in Wissembourg soll unter den Festgenommenen sein.

Mitglieder der französischen Spezialeinheit „Raid“ sollen laut einem Zeitungsbericht an den Festnahmen beteiligt gewesen sein. Foto: Denis Charlet/AFP

Wegen des Verdachts auf Terrorfinanzierung sind in Frankreich sechs Menschen aus dem Familienkreis eines der Pariser „Bataclan“-Attentäter in Polizeigewahrsam gekommen.

Konkret geht es um Zahlungen an Foued Mohamed-Aggad und dessen Frau zwischen 2014 und 2015, wie die Deutsche Presse-Agentur in Paris am Dienstag aus Justizkreisen erfuhr.

Der Selbstmordattentäter Mohamed-Aggad war Ende 2013 nach Syrien gereist und hatte sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Im Herbst 2015 kam er zurück nach Europa.

Zwei Festnahmen in Wissembourg

In dem Fall laufen Vorermittlungen der Antiterror-Staatsanwaltschaft, wie es aus Justizkreisen hieß. Der französischen Lokalzeitung „DNA“ zufolge wurden fünf der sechs Menschen im Elsass festgenommen, eine weitere Person in Frankreichs Südwesten.

Auch die Mutter des Attentäters, die in Wissembourg an der Grenze zu Rheinland-Pfalz lebt, soll laut „DNA“ unter den vorläufig Festgenommenen sein, ebenso wie eine weitere Person aus Wissembourg. Eine Festnahme gab es demnach zudem in Keffenach, zwei weitere in Straßburg.

In der Konzerthalle „Bataclan“ hatten am 13. November 2015 drei islamistische Terroristen 90 Menschen erschossen. Insgesamt wurden von den Attentätern bei den Terrorangriffen an verschiedenen Orten in Paris 130 Menschen getötet.

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