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Historische Entscheidung

Straßburger Weihnachtsmarkt abgesagt

Nachdem am Montag das Städtchen Ribeauvillé seinen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt mit Feuerschluckern, Rittern und Glasbläsern abgesagt hat, folgt am Donnerstag Straßburg.

Lichterbogen: Die weihnachtliche Beleuchtung der Stadt sollen beibehalten werden. Die Hütten entfallen. Foto: Anne Telöw

Es werde keine Weihnachtsmarkthütten geben, kündigt die Straßburger Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian in einer Pressekonferenz an und ruft damit wütende und verzweifelte Reaktionen bei Ausstellern, Hoteliers und Restaurantbetreibern hervor. Der Straßburger Weihnachtsmarkt – die im Advent größte Veranstaltung in ganz Frankreich – generiert einen Umsatz von 250 Millionen Euro in der Stadt.

Vor allem die Aussteller, die etwa ein Drittel der 300 Holzhütten betreiben, wollen sich jetzt mit der Präfektin und der Direktion der Regionalen Gesundheitsbehörde treffen, um ihrem Protest Aus- und Nachdruck zu verleihen. Der Weihnachtsbaum auf dem Kléberplatz und die weihnachtliche Beleuchtung der Stadt sollen beibehalten werden, auch Konzerte, weihnachtliche Künstlerparaden und Ausstellungen soll es geben, teilt die Straßburger Stadtverwaltung mit.

Bei der Präfektur habe man zwei Konzepte eingereicht, berichtet die Straßburg auf ihrer Internetseite: eines mit und eines ohne Hütten. Die Präfektin hatte ihre Entscheidung für Ende Oktober angekündigt, man habe die Aussteller nun aber nicht länger im Ungewissen lassen wollen, erklärt Jeanne Barseghian die Absage am gestrigen Donnerstag.

In den vergangenen Tagen haben auch viele kleinere Orte im Elsass ihre Weihnachtsmärkte aufgrund der strengen Hygieneauflagen abgesagt. Colmar hatte angekündigt, den Weihnachtsmarkt – trotz derzeit deutlich niedrigerer Infektionszahlen – nicht stattfinden zu lassen, wenn in Straßburg die Absage erfolge. Man fürchte, dass die Touristenströme umgeleitet werden könnten, heißt es.

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