EnBW-Chef Frank Mastiaux: "Die Energiewende wird zunehmend urban." | Foto: Fabry

EnBW-Chef im BNN-Interview

Mastiaux sieht Licht am Ende des Tunnels

„Wir haben derzeit immer noch enorme Effizienzanstrengungen zu bewältigen“, sagt der Chef des Karlsruher Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, im BNN-Exklusivinterview. Dennoch sieht er Licht am Ende des Tunnels. „Nach 2020 werden wir in eine ausgeprägte Wachstumsphase eintreten.“

Chancen durch die Urbanisierung

Mastiaux, der an der Spitze des drittgrößten deutschen Energieversorgers mit seinen rund 20000 Mitarbeiter steht, sieht aber bereits weitere Themen im Kommen. Die EnBW müsse sich etwa darauf einstellen, dass viele Kunden ihren Strom selbst herstellen wollen. „Wir ermöglichen es, selbstproduzierten Strom zu teilen.“ Das Unternehmen habe auch eine Chance, wenn es um das Thema Urbanisierung gehe. „Die EnBW ist immer dann gut, wenn es darum geht, große und technisch komplizierte Systeme zu beherrschen und zu betreiben.“

Bau einer Mega-Batterie mit Bosch

Bekannt wurde auch eine Partnerschaft zwischen der EnBW und Bosch: Beide wollen am EnBW-Kraftwerkstandort Heilbronn einen großen Energiespeicher mit 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen aufbauen. Mit ihm sollen kurzfristige Schwankungen im Netz ausgeglichen werden. Die Energiemenge, die der Speicher jährlich aufnehmen soll, entspräche dem Stromverbrauch von 400 Zwei-Personen-Haushalten.

Das BNN-Interview im Wortlaut erscheint in der BNN-Samstagausgabe am 4. Februar 2017.