Schlechte Nachrichten für viele Fans des Karlsruher SC: Für die Relegationsspiele des KSC gegen FC Erzgebirge Aue gibt es keine Karten mehr.
Schlechte Nachrichten für viele Fans des Karlsruher SC: Für die Relegationsspiele des KSC gegen FC Erzgebirge Aue gibt es keine Karten mehr. | Foto: Rastätter

Ausverkauf im Wildpark

„Enormer Andrang“: Keine Karten mehr für Relegationsspiele des KSC

Schlechte Nachrichten für viele Fans des Karlsruher SC: Für die Relegationsspiele gegen FC Erzgebirge Aue gibt es keine Tickets mehr, weder für das Heim- noch für das Auswärtsspiel.

„Selbst von den Leuten, die gerade hier stehen, werden nicht alle eine Karte bekommen. Der Andrang ist enorm“, sagte Jörg Bock, Pressesprecher des KSC, am Montagmorgen gegenüber den BNN.


Für das Heimspiel am 18. Mai waren seit Montagmorgen, neun Uhr, 300 zusätzliche Tickets im Fanshop am Wildpark erhältlich. Für das Rückspiel am 22. Mai stand aufgrund der Größe des Erzgebirgestadions in Aue stand von Anfang an nur ein begrenztes Kontingent an Karten für Gästefans zur Verfügung.

Karten für Aue im KSC-Fanshop schon nach rund 30 Minuten vergriffen

Diese Tickets konnten nur von KSC-Mitgliedern und Dauerkarteninhabern erworben werden. Laut Mitteilung auf der Homepage des KSC war das Kontingent schon nach etwa einer halben Stunde vergriffen. Einen möglichen freien Verkauf der Karten von Mittwoch an wird es somit nicht geben.

Auch der Umweg über Sachsen ist nicht möglich: Laut Peter Höhne, Pressesprecher von Erzgebirge Aue, können KSC-Fans im Onlineshop des FC keine Karten für das Rückspiel erwerben.

Auf Twitter schrieb eine Nutzerin, dass sie am Montagmorgen extra aus Nordrhein-Westfalen nach Karlsruhe gefahren sei, aber keine Tickets mehr bekommen habe. Als Aufmunterung wünsche sie sich in der nächsten Saison ein Duell des KSC gegen den Hamburger SV.

Ärger über Ticket-Prozedere: KSC tritt Vorwürfen entgegen

Im Internet machten einige KSC-Fans ihrem Ärger über das Ticket-Prozedere Luft. Auf der Facebook-Seite des Vereins schrieben mehrere Nutzer, dass teilweise Personen mit 20 oder mehr Dauerkarten angestanden und für diese jeweils zwei Karten erhalten hätten.

KSC-Pressesprecher Jörg Bock verneint das: „Vier bis fünf Dauerkarten pro Person waren das Maximum.“ Eine Anzahl in der Größenordnung, wie sie in den Beiträgen genannt wurde, wäre nicht bearbeitet worden.

 

Schiedsrichter im Fokus

Die Schiedsrichter dürften bei den beiden Partien besonders im Fokus stehen. Denn die Auer fühlten sich am Sonntag vom Unparteiischen Sören Storks nach der 0:1-Niederlage in Darmstadt „verschaukelt“, wie FC-Präsident Helge Leonhardt es ausdrückte. Unter anderem erkannte Storks einen regulären Treffer der Erzgebirgler nicht an.

Der KSC hat indessen keine Bedenken, dass das Pendel aufgrund dieser Vorkommnisse in die andere Richtung ausschwingen könnte und die Auer bevorzugt werden könnten. „Wir gehen von einem ganz normalen, sportlich-fairen Wettbewerb aus“, sagte Pressesprecher Bock.

Erinnerungen an Relegation 2014/15

Im Rückspiel der Relegation in der Saison 2014/15 gegen den HSV hatte Schiedsrichter Manuel Gräfe in der 90. Minute beim Stand von 1:0 für Karlsruhe eine Aktion des KSC-Spielers Jonas Meffert als Handspiel gewertet, eine Fehlentscheidung. Der Hamburger Marcelo Diaz verwandelte den Freistoß zum 1:1, der HSV rettete sich dadurch nach dem 1:1 im Hinspiel in die Verlängerung, in der Nicolai Müller den entscheidenden Treffer zum 1:2 erzielte.

Die Hamburger blieben somit in der Ersten, die Karlsruher in der Zweiten Bundesliga. KSC Pressesprecher Bock wies darauf hin, dass in den beiden nun anstehenden Relegationsspielen der Videobeweis sowie die „Hawk-Eye“-Torlinientechnik zur Verfügung stehen.

Besonderes Duell für drei Spieler von Aue

Für drei Spieler von Erzgebirge Aue werden die Begegnungen am 18. und 22. Mai – jeweils 18.15 Uhr, live im ZDF – noch brisanter sein als für ihre Teamkollegen: Dennis Kempe, Dimitrij Nazarov und Pascal Köpke spielten früher beim KSC; Kempe und Nazarov erlebten 2015 das Scheitern gegen den Hamburger SV hautnah mit.