Bioleks Rezepte
Kulinarische Bestandsaufnahme: Alfred Biolek. | Foto: dpa

„Die Rezepte meines Lebens“

Auf den Zahn gefühlt: Bioleks kulinarisches Vermächtnis

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Bioleks Rezepte sind Kult. Nachdem es um den TV-Plauderer zuletzt etwas still geworden war, holt er nun zum finalen Schlag aus und präsentiert „Die Rezepte meines Lebens“.

Der gute Alfred Biolek. Der nette Onkel aus dem TV. Der Entertainer. Der Talker. Der Hobbykoch. Oder sollten wir lieber Opa sagen? Lenzemäßig käme das schon hin. Schließlich ist der alte Herr inzwischen 84 und damit im besten Schaukelstuhlalter.

Woran wir uns erinnern?

An seine lang gezogenen „Mmmmhs“, wenn ihm etwas außerordentlich mundete, und an sein „interessant“, wenn er Grenzwertiges nicht runterputzen wollte und es trotzdem ohne Murren schluckte. Und natürlich erinnern wir uns an seinen „Kochwein“, den er andächtig, aber mit unermesslicher Vorfreude entkorkte, als ginge es ans Auspacken von Weihnachtsgeschenken. Man sieht: es sind nicht so sehr die Rezepte, die haften bleiben.

Bioleks Rezepte en bloc
Bioleks Rezepte

Dennoch: Mit „alfredissimo!“ – gerne als die Mutter aller heutigen Kochshows bezeichnet – hat der charmante Plauderer TV-Geschichte geschrieben. Und auch so manches begleitende Kochbuch. Das vermutlich Letzte hat sich „Onkel Alfred“ für seinen Lebensabend aufgehoben. Jetzt, da eine kulinarische Rückblende wirklich Sinn ergibt, macht Bio nochmal ein richtiges Fass auf und verrät „Die Rezepte meines Lebens“.

Mit ein paar Extrahappen

Etliche Speisen mag man so oder abgewandelt auch anderswo finden, aber Bio wäre nicht Bio, hielte er nicht auch ein paar Extrahappen bereit: persönliche Favoriten aus seiner berühmten Küchenkladde, Rezepte von Muddern und wahrscheinlich auch den einen oder anderen Knüller aus Pfannen und Töpfen seiner prominenten „alfredissimo!“-Gäste. Das alles ohne Schnickschnack und tauglich für den Alltag, aber schon mal auch mit einem Quäntchen Raffinesse für die feinere Tafelrunde. Fans des Publikumslieblings kommen um diesen prallen Wälzer wohl kaum herum. Auch wenn der Grandseigneur der Hobbyküche dieses Edelteil zum praxisnahen Einsatz am Herd unter Einschluss von Fleckenkollateralschäden empfiehlt – dafür ist es dann leider ein wenig zu klobig und fesch geraten.

Alfred Biolek: Die Rezepte meines Lebens, Tre Torri Verlag. Für € 29,90 in den BNN-Shops erhältlich.

www.tretorri.de