Yotam Ottolengi Sweet
Süße Seiten eines Stars: Yotam Ottolenghi spricht mit seinem Buch "Sweet" Naschkatzen aus der Seele. | Foto: dpa

Der Kultkoch ist ein Süßer

Yotam Ottolenghi: Sweets for my sweet in 120 Variationen

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Ein neues Buch von Yotam Ottolenghi. Diesmal kommt er seinen Fans „Sweet“.

Die Searchers wussten, was bei Darlings zieht: Süßes. Und so nahmen sie denn auch 1963 die Charts im Sturm mit dem Dandy-Candy-Song „Sweets For My Sweet“. Daran, dass man mit Sugar, Honey und anderen Sweets im Handumdrehen jemand um den Finger wickelt, hat sich seitdem eigentlich nichts geändert. Wahrscheinlich ist die Auswahl zuckriger Verführungen mit den Jahren umfangreicher geworden. Globalisierung und so.

Yotam Ottolenghi findet die Welt „Sweet“

So ist es für den israelisch-britischen Kultkoch Yotam Ottolenghi natürlich very easy, bei den Damen zu punkten. Und nicht nur dort.

Yotam Ottolenghi Sweet
Denn „Sweet“, die Buch gewordene Eintrittskarte ins Reich der Milliarden Kalorien, ist für uns alle da. Uns, die wir nicht anders können und allen Gesundheitswarnungen zum Trotz nach jenem Glücksgefühl streben, das den Verzehr von Süßem und Klebrigem krönt.

Genuss ist eben, wenn man trotzdem lacht

Und so sollte man sich nicht als Erbsenzähler und schon gar nicht als Kalorienapostel gerieren, wenn man dem Star auf süßer Spur durch 367 Seiten hindurch folgt.

Yotam Ottolenghi: Von Biskuittorte bis quietschrosa Himbeerlollis: alles „Sweet“

In puncto Aphrodisierung des Alltags macht Ottolenghi so schnell keiner was vor: ob Gerollte Biskuittorte mit Zitrone und Schwarzen Johannisbeeren, Pawlowa mit Zimt, Krokantcreme und frischen Feigen, Grießkuchen mit Pistazien und kristallisierten Rosenblüten oder einfach nur quietschrosa Himbeerlollis – die farbenfrohen Kreationen sind umwerfend, und man versteht sofort, warum sich Kunden an der Desserttheke von Ottolenghis Delis die Nasen platt drücken. Mehr Opulenz war selten.

Yotam Ottolenghi Sweet
Zeichen setzen: Ottolenghi beim Signieren eines Buchs. Foto: dpa

Sweethearts werden hier auf der Stelle schwach, denn „Sweet“ ist nicht nur ein gefundenes (süßes) Fressen für untherapierbare Naschkatzen, sondern zugleich ein pralles Manifest für Genuss und Extravaganz. Fast hätt’ ich’s vergessen: Ottolenghis langjährige Kollegin, die Zuckerbäckerin Helen Goh, hatte hier entscheidend ihre süßen Fingerchen im Spiel.

Ich frage mich gerade, welches der 120 Rezepte ich zuerst ausprobieren soll. Vielleicht nehme ich Urlaub und versuche sie alle. Bis Januar dann!

Yotam Ottolenghi / Helen Goh: Sweet, Dorling Kindersley, € 26,95

www.dorlingkindersley.de

Yotam Ottolenghi