Alte Schmuckstücke: Im historischen Straßenbahndepot bekommen die Besucher beim Tag des offenen Denkmals alte Straßenbahnen zu Gesicht.
Alte Schmuckstücke: Im historischen Straßenbahndepot bekommen die Besucher beim Tag des offenen Denkmals alte Straßenbahnen zu Gesicht. | Foto: KVV

25. Tag des offenen Denkmals

Geschichte zum Anfassen

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Bereits zum 25. Mal findet am Sonntag, 9. September, der Tag des offenen Denkmals statt. Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“, öffnen deutschlandweit viele Museen, historische Gebäude und ehemalige militärische Anlagen ihre Türen. Auch bei uns in der Region gibt es zahlreiche Denkmäler, in denen am Sonntag Führungen angeboten werden. Die folgende Liste ist nur ein Auszug und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine vollständige Übersicht gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Stadtgebiet Karlsruhe

In der Fächerstadt ist unter anderem das historische Straßenbahndepot in der Tullastraße 71 geöffnet, das 1899 errichtet wurde. Einst zentraler Punkt des Karlsruher Straßenbahnbetriebs, beheimatet die Wagenhalle heute historische Bahnen und Züge. Besucher können sich die Fahrzeuge von 10 bis 16 Uhr anschauen. Mitglieder des Vereins Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe bieten jede halbe Stunde Führungen an.

Einen Rundgang um 11 Uhr und eine Vorführung einer Reitstunde um 12 Uhr gibt es bei der ehemaligen Telegraphenkaserne in der Nancystraße 1 in der Nordweststadt. Die Kaserne ist Sitz des Reitinstituts Egon von Neindorff und ist weitestgehend so erhalten geblieben, wie sie im Jahre 1907 erbaut wurde.

Eine Führung durch die Staatliche Akademie der Bildenden Künste zur Entstehung und Geschichte gibt es um 11 Uhr und 12.15 Uhr in der Reinhold-Frank-Straße 67 in Karlsruhe. Das Gebäude wurde in den Jahren 1887 bis 1889 von Josef Durm erbaut.

Kreis Karlsruhe

Ganz besondere Einblicke bekommen die Besucher unter der Martinskirche auf dem Kirchplatz in Ettlingen. Wie bei Bauarbeiten in den 1930er-Jahren festgestellt wurde, befinden sich unterhalb des Kirchenschiffes Überreste eines römischen Badegebäudes. Die Gemäuer, die etwa 150 n. Chr. errichtet wurden, sind mittlerweile wieder begehbar. Führungen starten um 14 und 15 Uhr.

Einen Rundgang zum Thema Wasserversorgung bietet Klaus Kemmet ab 14 Uhr in Heidelsheim an. Die rund zweieinhalb-stündige Tour führt die Wanderer unter anderem zu den Reservoirs Stalzbach und Wanne sowie zur Wolfmannsbergquelle. Treffpunkt ist beim Brunnen auf dem Marktplatz.

Pforzheim

Die Stadtkirche am Lindenplatz in der Rennfeldstraße 1 gehört zu den Wahrzeichen der Goldstadt. Thematische Führungen zu den Kirchenfenstern (12.30 Uhr), zu Portal, Kanzlei und Kreuz (14 Uhr) sowie zum Altarraum (16 Uhr) werden vom Kirchenraumpädagogen Gernot Härdt angeboten.

Enzkreis

Das Schloss Neuenbürg in der Hinteren Schlosssteige in Neuenbürg gewährt von 10 bis 18 Uhr unter anderem einen Einblick in die historische Badstube mit Resten von Wandmalereien. Autofans kommen ab 13 Uhr auf ihre Kosten, wenn im Schlossgarten zahlreiche Oldtimer zu bestaunen sind. Zudem kann man von 14 bis 16 Uhr viel Wissenswertes zur Burgruine aus dem 14. Jahrhundert und die Schuldmauer erfahren.

Baden-Baden

Eine Klangreise durch den Alten Bahnhof in Baden-Baden können Erwachsene, ebenso wie Kinder und Jugendliche, um 11 Uhr und 13.30 Uhr erleben. So wird die Geschichte des heute als Foyer des Festspielhauses genutzten Bahnhofes (Am Alten Bahnhof 2) zum Leben erweckt.

Kreis Rastatt

Teil einer düsteren Vergangenheit sind die Überreste des Westwallbunkers in der Nähe der L 75 in Rastatt (Richtung Iffezheim bei der Bushaltestelle „Merzeau“). Der Regelbau 10 entstand 1938 und besteht aus Gasschleusen, einem Bereitschaftsraum, einem Kampfraum und Gewehrscharten. Von 10 bis 16 Uhr gibt es nach Bedarf Führungen.

In Reichental steht die Nutzung und die Bedeutung des Waldes in den vergangenen Jahrhunderten im Mittelpunkt. Von 14 bis 18 Uhr finden im Waldmuseum in der Kaltenbronner Straße 35 thematische Führungen statt.

Ortenaukreis

Während der Badischen Revolution im 19. Jahrhundert wurde in Offenburg ein Gefängnis errichtet. Seit 2017 ist darin ein Hotel untergebracht. Die alte Nutzung lässt sich aber weiterhin an den Gemäuern erkennen. Führungen durch die Räumlichkeiten in der Grabenallee 8 finden zwischen 13 und 16.45 Uhr alle 45 Minuten statt.

Thematisch eng verbunden ist auch der „Salmen“, früher unter anderem als Straußenwirtschaft genutzt. Dort verabschiedeten die „Entschiedenen Freunde der Verfassung“ das 13-Punkte-Programm . Eine Führung findet um 13 Uhr statt (Lange Straße 52).

Mannheim

Wer eine etwas längere Anreise nicht scheut, der wird in Mannheim mit einer ganz besonderen Tour belohnt, denn unter dem Stadthaus (N 1) kann der Atomschutzbunker besichtigt werden. Er wurde 1965 in einer Tiefe von 15 Metern errichtet und ist einer der ersten Schutzräume dieser Art in Deutschland. Eine Führung gibt es von 13 bis 15 Uhr.