Wiedergewählt: Holger Hanselka kann das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in eine zweite Amtszeit führen. Der Senat stimmte einer Vertragsverlängerung zu. Foto: KIT

Senat stimmt Wiederwahl zu

Hanselka bleibt KIT-Präsident

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Holger Hanselka kann in eine zweite Amtszeit als Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) starten: Der Senat stimmte der Wiederwahl des KIT-Chefs zu. „Mit sehr großer Mehrheit“ habe das Gremium die Wahl des 56-Jährigen bestätigt, teilte das KIT mit – ein genaues Abstimmungsergebnis gab es traditionsgemäß allerdings nicht bekannt. Zuvor hatte der KIT-Aufsichtsrat demnach „einstimmig“ für eine Vertragsverlängerung Hanselkas votiert. Auch der Vize-Präsident für Lehre, Alexander Wanner, wurde vom Senat, in dem die Wissenschaftler die Mehrheit haben, in seinem Amt bestätigt. Ein Selbstläufer sind  solche Wiederwahlen am KIT keineswegs, wie die Abwahl des früheren Vizepräsidenten und Finanzchefs Ulrich Breuer vor rund zwei Jahren zeigte. 

Hanselkas und Wanners Amtszeiten laufen erst im Oktober 2019 aus, doch um Planungssicherheit zu haben, schreibt die große Forschungsuniversität solche Leitungspositionen inzwischen sehr frühzeitig aus.  Der Maschinenbau-Professor Hanselka übernahm 2013 das Präsidentenamt und musste den Fusionsprozess des KIT, das aus dem Zusammenschluss von Uni und Forschungszentrum Karlsruhe entstand, in turbulenten Zeiten weiterführen.  „Holger Hanselka hat in seiner ersten Amtszeit das KIT in die richtigen strategischen Bahnen gelenkt und weiter zu einer Einheit zusammengeführt“, ließ die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Renate Schubert nach der Wahl mitteilen. „Das sehr gute Abschneiden in der ersten Hürde der Exzellenzstrategie und die hervorragenden Bewertungen in der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft sind ein Beweis dafür.“ Deshalb habe der Aufsichtsrat einstimmig für Hanselka votiert:  „Er ist die Persönlichkeit, um das KIT weiter national und international erfolgreich zu positionieren.“

Kurz vor dem wichtigen Termin seiner Wiederwahl konnte Hanselka einen Verhandlungserfolg verkünden: Bund und Land haben grünes Licht für die endgültige Fusion des KIT auf finanzieller Ebene gegeben. Hanselka hatte die getrennte Kassenführung und die damit einhergehende getrennte Bürokultur am KIT als „künstliche Schneise“ bezeichnet, die ein echtes Wir-Gefühl am KIT verhindere. In seiner zweiten Amtszeit wolle er die Forschungsuniversität in ihrer „Vorreiterrolle“ auf eine neue Stufe heben, ließ Hanselka ankündigen – er wolle „die Synergien der bundesweit einzigartigen Einrichtung vollends auszuschöpfen“.