Wetterstation Rheinstetten

Das Juni-Wetter: warm, nass, trübe

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Der Juni 2016 war nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes von der Station Rheinstetten zu warm, zu nass und viel zu trübe. Die Daten Bernhard Mühr, Diplom-Meteorologe am KIT, ausgewertet. Der erste Sommermonat des Jahres 2016 schloss mit einer positiven Temperaturabweichung von 1,3 Grad ab (Bezugsperiode: 1961 – 1990); die Mitteltemperatur betrug 18,3 Grad Celsius. Lang anhaltende Hitzeperioden traten nicht auf und nur zweimal stieß die Lufttemperatur in den Bereich jenseits der 30-Grad-Marke vor, am 23. und am 24. konnten die einzigen beiden heißen Tage des Monats und gleichzeitig auch die ersten des gesamten Jahres verzeichnet werden.

Das Juni-Wetter nach den Daten der Station Rheinstetten des Deutschen Wetterdienstes.
Das Juni-Wetter nach den Daten der Station Rheinstetten des Deutschen Wetterdienstes.

Temperatur

Der erste Sommermonat des Jahres 2016 schloss mit einer positiven Temperaturabweichung von 1,3 Grad ab (Bezugsperiode: 1961 – 1990); die Mitteltemperatur betrug 18,3 Grad Celsius. Lang anhaltende Hitzeperioden traten nicht auf und nur zweimal stieß die Lufttemperatur in den Bereich jenseits der 30-Grad-Marke vor, am 23. und am 24. konnten die einzigen beiden heißen Tage des Monats und gleichzeitig auch die ersten des gesamten Jahres verzeichnet werden. Die Höchsttemperatur des Monats mit 34,1 Grad wurde am 23. gemessen. Sommerliche Werte der Temperatur von 25 Grad oder mehr (Sommertage) traten außerdem zu Beginn des Monats auf (6. und 7.) und ganz am Ende (29. und 30., acht Sommertage gab es insgesamt. Den positiven Temperaturüberschuss verdankt der Monat insbesondere den Nachttemperaturen, die im Mittel recht hoch und in mehr als der Hälfte der Fälle bei Werten um oder über 15 Grad lagen.

Niederschlag

Der Juni 2016 fiel mit einer Gesamt-Niederschlagsmenge von 112,7 Millimetern zu nass aus und erreichte 125 Prozent der Norm; bezogen auf den langjährigen Mittelwert von 90 Millimetern betrug der Regenüberschuss 22,7 Millimeter. Regen mit mindestens einem Millimeter trat an 17 Tagen auf. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stationen im Südwesten Deutschlands erreichte die größte Tagesregenmenge in Rheinstetten gerade einmal 19,6 Millimeter (17.), während andernorts (etwa Bad Herrenalb oder Waldbronn) maximale Tagessummen von 50 bis 100 Millimeter auftraten. An elf Tagen blieb es vollständig trocken, mehr als zwei aufeinanderfolgende niederschlagsfreie Tage gab es nicht.
• Sonne: Hohe Nachttemperaturen, häufig Regen – da verwundert es nicht, dass sich der Juni durch eine insgesamt sehr wolkenreiche Witterung auszeichnete. Und so blieb die Sonnenscheindauer mit nur 171,5 Stunden auch deutlich hinter dem langjährigen Vergleichswert von 212,9 Stunden zurück (81 Prozent der Norm). Das Defizit beträgt 1,4 Stunden pro Tag. An acht Tagen schien die Sonne zehn Stunden oder mehr; allerdings können nur zwei Tage als sonnig bezeichnet werden, als annähernd die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer, die im Juni in Karlsruhe fast 16 Stunden beträgt, erreicht wurde (am 6. und am 23.).

Wind

Wind war im Juni kein großes Thema. Sturm- (ab 75 Kilometer/Stunde) oder gar Orkanböen, wie sie in der Nähe sommerlicher Gewitter häufig vorkommen können, traten nicht auf. Die maximale Windbö mit 43,9 Kilometern wurde am 13. registriert.

Vergleich mit Juni 2015

Im Vorjahr wies der Juni ein deutlich sommerlicheres Gepräge auf. Dazu trugen vier heiße Tage (Höchsttemperatur mindestens 30 Grad) und 15 Sommertage (Höchsttemperatur mindestens 25 Grad) bei. 2016 gab es derer zwei/acht. Allerdings gab es zwischen beiden Monaten in Bezug auf die Durchschnittstemperatur kaum Unterschiede, der Juni 2015 fiel nur geringfügig wärmer aus als 2016. Dafür verliefen viele Nächte recht kühl und im Vorjahres-Juni sank in sieben Nächten das Thermometer zum Teil deutlich in den einstelligen Bereich. Deutliche Unterschiede ergeben sich hinsichtlich der Sonnenscheindauer, die im Vorjahr 44 Stunden höher lag als in diesem Juni. Ähnlich windschwach wie im Juni 2016 präsentierte sich auch der Juni 2015. Mehr als 48 Kilometer/Stunde waren auch im Vorjahr nicht drin.