Am Karlsruher Institut für Technologie weht wieder die Fahne der Hoffnung: Die Uni darf in der nächsten Runde des Elite-Wettbewerbs antreten. Foto: KIT

Vier Projekte erfolgreich

KIT nimmt erste Hürde im Elite-Wettbewerb

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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) darf sich wieder Hoffnung auf einen Elite-Titel machen: In der ersten Auswahlrunde des neuen Exzellenz-Wettbewerbs für die deutschen Universitäten konnten vier Forschungsprojekte des KIT punkten. Nun müssen die Forscher bis nächsten Februar ihre Anträge detailliert ausarbeiten. Im September 2018 fällt dann die Entscheidung, welche Forschungsverbünde tatsächlich mit dem Siegel „Exzellenz-Cluster“ ausgezeichnet werden. Unter einem Forschungs-Cluster versteht man einen Zusammenschluss von Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen, die an einem großen  Forschungsvorhaben arbeiten.

Forscher arbeiten an neuartigen Batterien

Höchst unterschiedliche Themen bearbeiten die KIT-Wissenschaftler, die jetzt in der ersten Runde des neuen Exzellenz-Wettbewerbs punkten konnte: Astrophysiker, die sich mit der mysteriösen dunklen Materie befassen, sind ebenso beteiligt wie Wissenschaftler, die Lithium-freie Batterien entwickeln, die unfassbaren Datenmengen des Internet-Zeitalters neu organisieren wollen oder der Industrie zu neuen 3-D-Fertigungstechniken verhelfen sollen. Bei zwei der Projekte arbeiten die Karlsruher mit der Universität Heidelberg zusammen, bei einem Projekt mit der Universität Ulm.

„Die Exzellenzstrategie ist ein harter Wettbewerb“

Insgesamt 195 Anträge deutscher Universitäten waren bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht worden, 88 davon wurden von einer internationalen Experten-Jury für die nächste Runde ausgewählt.  „Dass wir in der ersten Auswahlrunde mit vier unserer Skizzen überzeugt haben, ist ein großer Erfolg für das KIT“, erklärte KIT-Präsident Holger Hanselka, nachdem ihn die frohe Botschaft von der DFG erreicht hatte. „Für uns ist das auch ein deutliches Zeichen dafür, dass das KIT mit seinen Forschungsfeldern hervorragend aufgestellt ist. Die Exzellenzstrategie ist ein harter Wettbewerb mit starker Konkurrenz – diese Herausforderung nehmen wir entschlossen und hochmotiviert an.“

Nun kommt es auf die Entscheidung über die Exzellenz-Cluster im nächsten Herbst an. Nur wenn das KIT auch 2018 mit mindestens zwei der eingereichten Forschungsvorhaben erfolgreich ist, kann die Karlsruher Großuniversität auch in die letzte Wettbewerbsrunde starten, in der dann die ganze Universität einen Exzellenz-Titel ergattern könnte. Bereist 2006 wurde die Karlsruher Uni zur Elite-Universität geadelt, allerdings verlor sie den prestigeträchtigen Titel 2012 wieder – es war damals eine bittere Enttäuschung.