Sportdirektor Oliver Kreuzer (KSC) und Trainer Alois Schwartz | Foto: GES

Mittelfeldspieler im Anmarsch

KSC beim VfB Stuttgart fündig

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Die Klage eines vom Pokal-Debakel noch geplätteten Rentners war am Montag die erste, die Alois Schwartz bei der Rückkehr auf das Stadiongelände wahrnahm. „Was war denn das?“, hörte der KSC-Trainer vom Passanten und hätte dessen Worte gerne überhört. Die Erwartungen der Leute, diesen Eindruck hat der Trainer binnen eines Jahres in Karlsruhe gewonnen, stünden eher im Missverhältnis zum Ist-Zustand des Clubs. „Man verliert nicht gerne 0:6, aber man muss das einordnen können.“
Schwartz wollte damit nichts zerreden und auch nicht anzweifeln, dass sich eine sachgerecht strukturierte und angemessen achtsame Mannschaft eines Fußball-Drittligisten gegen einen erstklassigen Gegner besser aus der Affäre ziehen muss, als dies seine Truppe bei ihrer 0:6-Pein gegen Hannover 96 tat. Aber wie weit sich erstklassiger Fußball vom KSC entfernt hat, das war in dieser Begegnung sehr anschaulich geworden. Und längst nicht nur, weil gerade mal etwas mehr als 12 000 Leute am Live-Erleben im Stadion interessiert waren.

„Risiko zu groß“

Kein Extra-Geld aus dem Pokal. Absehbar kein frisches aus einem im Vorstand mehrheitlich als wirtschaftlich sinnvoll erachteten Transfer des Torwart Benjamin Uphoffs. Und dennoch scheint der von Kreuzer forcierte Einkauf eines Sechsers aus der zweiten Reihe des VfB Stuttgart, bei dem in Alexander Groiß und Benedikt dos Santos zwei machbare Kandidaten auffallen, zwischenzeitlich fix zu sein. „Bei aller Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse: Das Risiko, ohne eine Lösung bei dieser Personalie 34 Spiele zu bestreiten, ist zu groß“, hatte Kreuzer am Morgen geäußert. Nach Informationen dieser Zeitung brachte der Montag Dynamik. Dass es sich beim Neuzugang um den 20 Jahre alten dos Santos handelt, fand indes noch keine Bestätigung.