KSC-Familientag im Wildparkstadion
Autogramme der Profis waren beim KSC-Familientag im Wildparkstadion heiß begehrt. | Foto: jodo

KSC-Familientag lockt 16 000 Fans ins Wildparkstadion

Rund 16 000 kleine und große KSC-Fans hatten beim KSC-Familientag des Fußball-Drittligisten im Wildparkstadion  viel Spaß. Eines der Highlights für die Kleinen war das Stationentraining mit den Profis des Karlsruher SC. Technik, Schusstraining, Spielform und „Abschießen“ standen auf dem Programm.

Training mit den Profis

„Das war das Beste“, erklären die elfjährigen Zwillinge Philipp und Sandra aus Bruchsal strahlend. So durften die kleinen Kicker versuchen, einem der Profis den Ball auf den Hintern zu schießen. Nehmerqualitäten sollten die Fußballer auch in der Saison haben und aufsteigen in die Zweite Liga, hoffen die Zwillinge.
Tipps und Tricks holte sich der zwölfjährige Lars aus Pfinztal beim gemeinsamen Training. Mit Burak Camoglu und Saliou Sané trat er beim KSC-Familientag gegen den Ball und versorgte sich im Anschluss noch mit Fotos und Autogrammen.

Überblick vom Kran aus

Weniger von den kickenden Profis als von KSC-Maskottchen Willi Wildpark benötigten Michael Klemm und seine Familie ein Foto. „Das Highlight ist das Familienbild mit Willi Wildpark“, sagte Klemm lachend. Das sei Tradition. Seit fünf Jahren wird jedes Jahr beim KSC-Familientag ein Bild gemacht und in die „Ahnengalerie“ Zuhause eingereiht. Ein zweiter, unverhoffter Höhepunkt war aber auch der Aufstieg mit der Gondel. 62 Meter wurde die fünfköpfige Familie mit dem Kran nach oben gezogen und hatte so den besten Überblick über die Stände rund um das Wildparkstadion.

Supporters gefiele Ausgliederung der Profis nicht

Neben den Abteilungen des Vereins hatten sich beim KSC-Familientag auch die Fanclubs präsentiert. Dabei durfte nicht der Dachverband der KSC-Fans, die Supporters Karlsruhe fehlen. „Es geht darum, die Besucher zu informieren, uns vorzustellen und Werbung für den KSC zu machen“, erklärten Nina Ohlhauser und Petra Schalm vom Vorstand.  Denn die Mannschaft brauche Unterstützung. „Dieses Jahr ist die Liga schwer einzuschätzen. Wir hoffen das Beste.“ Dies tun auch ihre rund 3 000 Mitglieder. Gespannt sind sie auch auf die mögliche Ausgliederung. Glücklich wären die Fans nicht, wenn der Fußballverein zur Kapitalgesellschaft würde. „Der KSC ist ein mitgliederorientierter Verein – das macht den KSC aus“, sagte Ohlhauser.

„Fanhilfe“ der Supporters

Ein Kernprinzip ist auch gegenseitige Unterstützung der Fans. So haben die Supporters im November 2017 die neue Abteilung Fanhilfe gegründet. Sie setzt sich für alle KSC-Fans ein, die im „Rahmen von Fußballspielern ins Visier staatlicher Ermittlungsbehörden geraten sind“.

Hilfe für Fans im Rollstuhl

Hilfe ganz anderer Art, erklärte Krystina Bott von den „Firewheels“ am gemeinsamen Stand mit der Fangruppe „Dreckstruppe“. Am Boden lagen Holzrampen und Platten, Rollstühle standen bereit, sodass jeder gegen eine kleine Spende sich in die Lage eines Rollstuhlfahrers versetzen konnte. Der Obolus werde dafür genutzt, dass die an Rollstühle gebundenen KSC-Fans eine gemeinsame Auswärtsfahrt machen können.

Vorstellung der Mannschaft

Die fünfjährige Greta wollte dies sofort ausprobieren und merkte, wie schwer das Vorankommen war: Dann machte sich auf zur Mannschaftspräsentation ins Stadion, wo sie sich gemeinsam mit ihrem Vater ein Bild von der Profi-Mannschaft machte.

Michaela Anderer