Mirko Slomka, neuer Trainer des Zweitligisten Karlsruher SC, beantwortet am 03.01.2017 während einer Pressekonferenz im Wildparkstadion Karlsruhe (Baden-Württemberg) Fragen von Journalisten. Foto: Uli Deck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit | Foto: dpa

Andrang beim ersten Training

KSC-Neugierde auf Slomka

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Der neue Chef auf dem Trainingsplatz, ein Niedersachse durch und durch, fühlte sich im Badischen herzlich willkommen. Etwa 500 Beobachter wollten es sich am Dienstagmittag nicht entgehen lassen, den 49 Jahre alten Fußballlehrer Mirko Slomka an seinem ersten Arbeitstag beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten Karlsruher SC zu beobachten. Slomka begann mit seiner Übungseinheit 17 Minuten früher als geplant und machte sich während der über zweistündigen Einheit ein Bild von dem Kader des Tabellen-15.. Die Mannschaft habe „einen sehr guten Eindruck“ hinterlassen fand Slomka, zu dessen Trainervorleben internationale Weihen mit Schalke 04 und Hannover 96 gehören. Vielen KSC-Profis attestierte Slomka sogar Bundesliga-Format. Allerdings fehlten Konstanz und Selbstbewusstsein, was er im Schulterschluss mit dem ganzen Umfeld verändern möchte. Einiges Neues hat der gebürtige Hildesheimer im Gepäck: So soll es künftig alle 14 Tage ein gemeinsames Training der Profis mit den besten Talenten des Vereins geben. An der engen Verzahnung zum Nachwuchs sei ihm gelegen, sagte Slomka bei seiner offiziellen Vorstellung. Auch deshalb legte er Wert darauf, dass in B-Juniorencoach Marc-Patrick Meister ein zweiter Assistent neben Zlatan Bajramovic so oft wie möglich bei ihm auf dem Platz steht. Meister hat nicht nur Fußballdiplom, sondern auch denselben Berater wie Slomka. Daneben hat der KSC auf Slomkas Wunsch hin das Trainerteam um den Analysten Sebastian Dirscherl vom KIT erweitert.

Torwart Dirk Orlishausen („Wir sind alle sehr, sehr gespannt“) und Olympia-Silbermedaillengewinner Grischa Prömel („Es hat Spaß gemacht“) zeigten sich nach dem ersten Training unter Slomka angetan. Aufbruchstimmung verspürte am Rand des Trainingsplatz auch der Clubchef Ingo Wellenreuther. „Er hat ganz klare Vorstellungen, was die Abläufe angeht. Wir haben sofort gemerkt, wie strukturiert er arbeitet“, sagte Wellenreuther.

Beim Aufgalopp nach der Weihnachtspause fehlten noch die angeschlagenen Spieler sowie die krank ausgefallenen Profis René Vollath und Matthias Bader. Dafür war der im vergangenen halben Jahr nach Norwegen ausgeliehene Stürmer Vadim Manzon wieder mit von der Partie.

Am Donnerstag (ab 17.30 Uhr) tritt der KSC mit einer Hallen-Abordnung beim Harder13-Cup in Mannheim an. Am Samstag fliegen die Profis mit ihrem Trainerteam dann ins Trainingslager nach Estepona in Spanien ab. Für einen Schnupper-Aufenthalt bei den Profis vorgesehen ist unter anderem auch der U17-Stürmer Malik Batmaz, der die Torjägerliste der B-Junioren-Bundesliga anführt.