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Von Stiftern, Förderen und Freundeskreis

Baden-Badener Festspielhaus bekommt mehrere Millionen Euro Unterstützung

Auch für das Festspielhaus Baden-Baden war 2020 wegen der Coronakrise ein weitgehend verlorenes Jahr. Nun gibt es einen finanziellen Lichtblick.

Aussenaufnahme des Festspielhaus Baden-Baden. (zu dpa: „Geldregen für Festspielhaus Baden-Baden von Gästen und Förderern“) Foto: Uli Deck/dpa

Mitte März musste das Programm des Baden-Badener Festspielhauses eingestellt werden und konnte im Frühherbst trotz aufwendiger Hygienemaßnahmen nur kurz wieder aufgenommen werden. Rund 80 Prozent der Umsätze sind wo weggebrochen, doch Besucher und Förderer haben dem Haus die Treue gehalten.

Besucher haben Eintrittskarten gespendet

Stifter, Förderer und der Freundeskreis brachten nach Angaben vom Freitag mehr als sechs Millionen Euro auf. Dadurch, dass Besucher Eintrittskarten spendeten, seien über 500.000 Euro zusammengekommen, teilte Ernst-Moritz Lipp mit.

Ihn hatte der Stiftungsrat zuvor zum zweiten Mal zum Vorsitzenden des Stiftungsvorstands der Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden gewählt. Mit seinem Stellvertreter Thorsten Klapproth sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrats Professor Horst Weitzmann und dessen Stellvertreter Richard Kriegbaum steht Ernst-Moritz Lipp für weitere fünf Jahre an der Spitze der privaten Stiftung, die im Jahr 2000 gegründet wurde. Stifterinnen und Stifter brachten laut Mitteilung seitdem mehr als 60 Millionen Euro für das Programm des Festspielhauses und der Festspiele auf.

Der Festspielhaus gGmbH fehlten im aktuellen Jahr mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze, hieß es weiter. Ausfallen mussten unter anderem die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern, die Pfingst- und Sommerfestspiele sowie das Weihnachtsprogramm inklusive dem großen jährlichen Gastspiel des Mariinsky Balletts aus St. Petersburg. Die Festspiele und das Festspielhaus bringen der Stadt Baden-Baden und der Region unter normalen Voraussetzungen einen jährlichen Kaufkraftzufluss von rund 60 Millionen Euro.

Die Kulturstiftung ist unser ‚Fels in der Brandung‘.
Benedikt Stampa, Intendant

Dank der Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, der privaten Spender und des Freundeskreis Festspielhaus habe das Schlimmste abgewendet werden können, erklärte Lipp. Das privat-öffentliche Finanzierungsmodell habe das Festspielhaus Baden-Baden bisher durch die Krise getragen. Mitte des Jahres 2020 war die Immobilie Festspielhaus Baden-Baden wie bereits 1998 angedacht von der Stadt Baden-Baden übernommen worden.

Intendant Benedikt Stampa gratulierte Ernst-Moritz Lipp zu seiner Wiederwahl und sagte: „Die Kulturstiftung ist unser ‚Fels in der Brandung‘. Ich kenne kein vergleichbares Haus, das eine solch treue Unterstützer-Familie hinter sich hat.“ Die Stiftung werde helfen, sobald es geht, wieder ein festspielwürdiges Programm anbieten zu können.

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