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Starkes Duo in den Hauptrollen

„Carmen“ am Staatstheater Karlsruhe: Bilderstarke Begegnung von Oper und Schauspiel

Die Ohrwürmer werden gesungen, aber anders als gewohnt: Anna Bergmanns „Carmen“-Inszenierung in Karlsruhe zeigt sich als wuchtiges Plädoyer für weibliche Selbstbestimmung.

Die Frau als Männerprojektion: Szene aus Anna Bergmanns Inszenierung „Carmen“ am Schauspiel des Staatstheaters Karlsruhe mit Timo Tank (Zuniga), Frida Österberg (Carmen) und Thomas Volle (Don Jose). Foto: Felix Grünschloß

Wer die neue „Carmen“-Inszenierung am Staatstheater Karlsruhe ansteuert, um in den berühmten Melodien von Bizets Oper zu schwelgen, der wird zwar bedient. Aber er könnte sich auch fühlen wie die Titelfigur, deren „Habanera“ hier rabiat per Faustschlag ins Gesicht unterbrochen wird.

Denn die Inszenierung von Schauspieldirektorin Anna Bergmann verweigert das Klischee der heißblütigen Exotik, das mit diesem Stoff verbunden wird, und richtet den Fokus auf die Unterdrückung weiblicher Freiheit durch besitzergreifende Männer.

Was in der Story um eine schöne Fabrikarbeiterin, die von ihrem ehemaligen Geliebten umgebracht wird, ja durchaus angelegt ist.

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