Felix Jaehn
Felix Jaehn macht gute Stimmung in Hamburg. | Foto: Axel Heimken

Konzert in Hamburg

Felix Jaehn begeistert bei Tourauftakt

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Hamburg (dpa) – «Ich wollte eigentlich was erzählen, aber ich weiß gar nicht mehr was.» Sichtlich überwältigt zeigt sich DJ und Musikproduzent Felix Jaehn nach einem halben Jahr Bühnenpause zum Tourauftakt im ausverkauften Hamburger Mehr Theater.

Der 23-Jährige springt während seiner Show am Donnerstagabend immer wieder auf sein DJ-Pult, animiert die Besucher zum Tanzen und begleitet einzelne Lieder zwischendurch auf einem digitalen Drum Set.

Seinen Auftritt eröffnet der gebürtige Hamburger mit seinem Hit «Bonfire», einen für ihn typischen elektronischen Popsong. Hinter ihm thront eine riesige Videoleinwand, auf der verschiedene Muster oder auch 3D-Animationen des Künstlers selbst erscheinen, sich in Fragmente teilen und wieder zusammensetzen.

Lässig gekleidet mit einer blauen Sporthose, weißen Turnschuhen, einem orangenen Kapuzenpullover und einer Jeansjacke wird Jaehn bei seinem nächsten Song «Wait For Me To Come Home» von einer Cello-Spielerin begleitet. Bei «Too Hot To Touch» sorgen ein Trompeter und ein E-Gitarrist für musikalische Unterstützung. «Ich hab mich so auf diesen Auftritt gefreut», ruft Jaehn in sein Mikrofon.

Der Singer-Songwriter Xavi, der das Publikum bereits als Vorband mit seiner gefühlvollen Stimme und seinen melodischen Gitarrenriffs begeistert hat, wird von Jaehn für den Song «Stimme» erneut auf die Bühne geholt. «Das ist das Beste, was deutscher Pop zu bieten hat», lobt Jaehn den Berliner Künstler.

Der 23-Jährige, der bereits während seiner Schulzeit die ersten DJ-Auftritte hatte und mit 17 aufs Musik-College nach London wechselte, wurde 2014 mit seinem «Cheerleader»-Remix quasi über Nacht international bekannt. Sogar in den USA schoss der Song an die Spitze der Single-Charts. Dies gelang ihm als erster Deutscher nach dem Discopop-Duo Milli Vanilli. Als auf dem Konzert das Lied gespielt wird, kann sich keiner der Zuschauer mehr auf dem Sitz halten.

Mit seinem ersten Album «I» hat sich Jaehn vier Jahre Zeit gelassen. «Aber es hat sich gelohnt, oder», ruft er fragend ins Publikum und bekommt als Antwort laute Jubelschreie. Mit einer Akkustikversion von «Cut The Chords» und dem Remix von «Ain’t Nobody» endet der Abend. Tausende Smartphonelampen tauchen die Konzerthalle in ein leuchtendes Lichtermeer.

Fast 4000, meist junge Fans hat es zu dem Konzert gelockt, manche sind in Begleitung ihrer Eltern gekommen. «So eine tolle Show hätte ich nicht erwartet», schwärmt die 17-jährige Charlotte nach dem Auftritt. Auch ihrer Mutter Sabine hat es gefallen. «Die Lieder gehen sofort ins Ohr und er hatte tolle Musiker mit dabei», resümiert die 46-Jährige.

Geplant sind weitere Auftritte in Offenbach (6.4.), München (7.4.) und Köln (8.4.).