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Lesungen vom 4. bis 14. Oktober

Lesestoff vom Kosmos bis „unters Sofa“: Karlsruher Literaturtage bieten 40 Veranstaltungen an 20 Orten

Endlich wieder ein Festival im realen Raum: Die Karlsruher Literaturtage bieten innerhalb von 10 Tagen ein großes und umfangreiches Programm mit Lesungen an unterschiedlichen Orten.

Aus der Natur: Birgit Jennerjahn-Hakenes (im Bild) und Jasmin Zabler laden am 11. Oktober zur Lesung übers Wandern. Foto: Klaus Eppele

Von Elisa Walker

Es ist ein Programm, das sich sehen lassen kann: Zehn Tage Literatur in 40 Veranstaltungen an 20 verschiedenen Orten. Die Literarische Gesellschaft führt mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt vom 4. bis 14. Oktober zum achten Mal die Literaturtage Karlsruhe durch.

Das Festival bietet der örtlichen Literaturszene seit 2013 jährlich die Möglichkeit, sich zu präsentieren und untereinander zu vernetzen. „Der Titel ‘Literatur offensiv´ meint, dass wir die Literatur in die Stadt an zum Teil außergewöhnliche Orte tragen, wie das Leihlokal oder einen Ballettsaal, mit neuen Formen von Lesungen“, erklärt Matthias Walz, Pressesprecher der Literarischen Gesellschaft.

Es ist wichtig, dass es reale Literaturtage gibt.
Matthias Walz, Literarische Gesellschaft Karlsruhe

„Wir haben lange überlegt. Denn auch, wenn wir in den vergangenen Monaten erfolgreiche Onlineformate ins Leben gerufen haben, die Literaturtage hätten wir nicht digital gemacht“, sagt Hansgeorg Schmidt-Bergmann, der Vorsitzende der Literarischen Gesellschaft.

„Wir haben so lange wie noch nie gewartet, bis wir das Programm in den Druck gegeben haben. Es hätte ja sein können, dass die Infektionszahlen in die Höhe schnellen und wir das gar nicht durchführen können. Aber es ist wichtig, dass es reale Literaturtage gibt, damit sich ein echter Austausch zwischen Künstlern und Publikum ergeben kann“, fügt Walz hinzu.

„Wölfe“-Buch im Naturschutzzentrum

Zahlreiche Institutionen und Initiativen – darunter die Textwerkstatt Tintenfrische, die Kabarett-Truppe „Die Wahrhaft Schwachen“, die Autorengruppe „beschriftet“, das Künstlerinnenforum GEDOK, der KOHI Kulturraum, die Literatenrunde und viele mehr – beteiligen sich. Schon vor der Eröffnung im Badischen Staatstheater mit dem traditionellen Poetry-Slam „Dead and Alive“, liest Petra Ahne am 2. Oktober aus ihrem Portrait „Wölfe“ an einem besonders passenden Ort, dem Naturschutzzentrum Rappenwört.

Jazz, Horror und Science-Fiction

In den Folgetagen ist für jeden etwas dabei: Junge Stipendiaten des Landes Baden-Württemberg und der Kunststiftung stellen am 5. und 12. Oktober im Literaturhaus im Prinz-Max-Palais ihre neuen Werke vor. Musikliebhaber können sich am 7. Oktober auf einen Abend mit Frank Diedrichs kosmischem Roman und Jazz von Henning Sievers und Philipp Stauber in der Stadtmitte freuen.

Aus dem Morgenland: Der in Kabul geborene Poet Sulaiman Masomi lädt am 14. Oktober zum Poetry Slam. Foto: Marvin Ruppert

Freunde von Horror und Science-Fiction kommen einen Tag später bei der Lesung von Nadja Harsch, Oliver Koch und Simona Turini in der Alten Hackerei auf ihre Kosten. Markus Orths lädt „unter sein Sofa“ ins Café Lottis Traum ein, das, wie der Lesungstitel sagt, direkt unter seiner Wohnung liegt.

Buchpremiere zu Rotlichtkönigin

Als Vorschau auf die Mitmach-Ausstellung „Der Räuber Hotzenplotz“ wird es im Badischen Landesmuseum am 10. Oktober eine szenische Nachmittagslesung mit Blick hinter die Kulissen für Erwachsene geben. Zeitgleich können Kinder ab zehn Jahren in der Staatlichen Kunsthalle an einem Workshop für kreatives Schreiben teilnehmen. Abends feiern Eva Klingler und Wolfgang Wegner die Buchpremiere ihres Romans über Rotlichtkönigin Margarete Reinhardt im Verkehrsmuseum.

„Zugabe“ von Literaturnobelpreisträgerin

Die Lift-Lesung der Hochschule für Gestaltung am 11. Oktober wurde umgestaltet, sodass statt des Publikums eine Kamera mit dem Aufzug die Lesungen auf den verschiedenen Etagen ansteuert und live in den Lichthof überträgt.

In der Badischen Landesbibliothek nehmen Mathias Herweg und Wolfgang Wegner am 13. Oktober mit auf Abenteuerreise in den mittelalterlichen Orient, denn sie lesen auf Mittelhochdeutsch mit deutscher Übersetzung aus der Neuedition von „Herzog Ernst“. Und als Zugabe wird die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller am 24. Oktober im Badischen Staatstheater einen Querschnitt ihres literarischen Schaffens präsentieren.

Service

Programmheft zum Download im Internet: www.literaturtage-karlsruhe.de

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