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Auftritt in Schwarzwaldhalle

Pietro Lombardi in Karlsruhe: Erstes großes Hallenkonzert seit zwei Jahren zeigt Sehnsucht nach Normalität

Knapp 2.500 Fans feierten Pietro Lombardi in der Schwarzwaldhalle seiner Heimatstadt Karlsruhe. Die Maskenpflicht hielten nicht alle Besucher des ersten Hallenkonzerts dieser Größenordnung seit zwei Jahren durchgehend ein.

Pietro Lombardi am 5. März 2022 in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe
Abstandsregeln sind nicht mehr vorgeschrieben: Beim Auftritt von Pietro Lombardi durfte die Schwarzwaldhalle bis zu 60 Prozent der Besucherkapazität besetzt werden. Freiraum bliebt vor allem im hinteren Bereich der Halle. Foto: Berndadette Fink

Knapp 2.500 Zuschauern feierten den aus Karlsruhe stammenden DSDS-Star Pietro Lombardi bei seinem Heimspiel: Der Sänger läutete mit seinem Auftritt in der Schwarzwaldhalle die „Neueröffnung“ der Konzert-Saison ein – seit dem ersten Lockdown vor knapp zwei Jahren hatten keine Hallenkonzerte dieser Dimension mehr in der Region stattgefunden.

Bereits Ende Dezember hätte ihn seine Tournee in die Schwarzwaldhalle geführt, mit einer strengen Hygiene-Auflagen und einer Obergrenze von 750 Zuschauern. Der 29-Jährige hatte die Tournee jedoch Anfang Dezember abgebrochen, da es sich „einfach nicht richtig“ anfühle, in der damaligen Situation Großkonzerte zu spielen.

Rund zehn Wochen später sind laut Corona-Verordnung nun 60 Prozent der Saalkapazität erlaubt, laut Messe Karlsruhe für die Schwarzwaldhalle 2.460 Zuschauer. Beim Besuch gelten 3G-Regel und Maskenpflicht.

Gute Stimmung schon bei Vorgruppe

Wie sehr sich das Publikum, das hier zum großen Teil aus weiblichen, jüngeren Fans bestand, offenkundig auf den Abend gefreut hatte, zeigte sich bereits bei der Vorgruppe: Der Musiker Orry Jackson bot mit seiner Band unter anderem das Ayman-Cover „Mein Stern“ und einer deutschsprachigen Version des Opus-Klassikers „Live is Life“, die Besucher gingen dankbar mit.

Maskenpflicht nahmen in Karlsruhe nicht alle ernst

Die Sehnsucht nach Normalität ist greifbar, mitunter auch ungeachtet der Corona-Inzidenzen Das Thema Maskenpflicht nahmen nicht alle Zuschauer konsequent ernst.

Vor Lombardis Auftritt laufen Ordner durch das stehende Publikum und ermahnen Besucher ohne Maske, die Appelle zeigen allerdings nur kurzfristig Wirkung. Abstandsregeln sind nicht mehr vorgeschrieben, im hinteren Bereich der Halle hielten die Zuschauer leichte Abstände.

Der Auftritt von Pietro Lombardi wurde mit einer Kurzbiografie auf dem großen Bildschirm im Bühnenhintergrund eingeläutet: In Filmsequenzen erzählte der Deutsch-Italiener, der früher in der Südstadt wohnte, vom Beginn seiner Karriere, als er 2011 die achte Staffel der Show „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hatte.

Schließlich erschien er auf der Bühnen-Showtreppe und begrüßte die Heimat.

Disco-Pop mit Latin-Feeling reißt Publikum von Pietro Lombardi mit

Seine Band aus Schlagzeuger, Perkussionist, Gitarrist, Bassist und zwei Keyboardern lieferte mal flotten, mal schmachtenden Disco-Pop mit Latin-Feeling. Lombardis Hit „Phänomenal“ reißt die Zuschauer umgehend mit.

Ein Lichtshowgewitter rundete die Unterhaltung ab. Auch klanglich fiel das Konzert recht ausgewogen aus, trotz der Akustik der Schwarzwaldhalle, deren gerundete Architektur vor allem für eine Kontrolle des Bassbereichs eine Herausforderung ist.

Programm setzt auf Unbeschwertheit

Das Publikum erwies sich durchgehend als textsicher. Er freue sich riesig, „zu Hause zu sein“, bekundete Lombardi, sprach mit einzelnen Gästen und bezog sie gekonnt als Entertainer in die Show mit ein.

Neben dem Bedürfnis nach einem Live-Event bediente die Veranstaltung auch die Hoffnung auf Unbeschwertheit: So erschienen etwa bei „Macarena“ (nicht zu verwechseln mit dem Los-del-Rio-Hit von 1993) auf dem Bildschirm Videosequenzen einer belebten Swimming-Pool-Party.

Das ließ beim Publikum zusätzliche Feierstimmung aufkommen. Wenn man die Masken gedanklich ausblendete, dann war sie für eine Zeit lang da – die gefühlte Normalität, nach der sich viele sehnten.

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