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Verleihung in Baden-Baden

Schriftsteller Max Goldt erhält Kulturpreis Deutsche Sprache

Der renommierte Jacob-Grimm-Preis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Max Goldt. Der 63-Jährige wurde unter anderem durch seine Beiträge im Satiremagazin „Titanic“ sowie die Comicreihe „Katz und Goldt“ bekannt.

Schriftsteller und Musiker Max Goldt spricht in Göttingen.
Schriftsteller und Musiker Max Goldt ist deutschlandweit immer wieder für Lesungen unterwegs. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Schriftsteller und Musiker Max Goldt (63, „Katz und Goldt“) bekommt in diesem Jahr den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache. „Max Goldt ist ein Meister der kleinen Formen, ein strenger Stilist, doch gleichzeitig offen für sehr freie poetische Formen“, erläuterte die Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden am Mittwoch die Entscheidung der Jury.

Ein wirkmächtiger Kritiker schludriger Sprache, in der sich schlampiges Denken offenbart.
Die Eberhard-Schöck-Stiftung über Max Goldt

Zudem sei er „ein wirkmächtiger Kritiker schludriger Sprache, in der sich schlampiges Denken offenbart“. Die mit 30.000 Euro dotierte Teil-Auszeichnung des Kulturpreises Deutsche Sprache soll am 8. Oktober in Baden-Baden überreicht werden.

Goldt in einer Reihe mit Lindenberg und Loriot

Die Stiftung verleiht den Kulturpreis Deutsche Sprache seit 2001 für besondere Verdienste um die deutsche Sprache. Er ist dreigeteilt. Jacob-Grimm-Preisträger und -Preisträgerinnen sind unter anderem Udo Lindenberg, Cornelia Funke, Frank Schirrmacher, Loriot, Ulrich Tukur, Katharina Thalbach, die Fantastischen Vier und Herta Müller.

Weitere Preise für Sozialprojekt und Forschung

Der mit 5.000 Euro dotierte Initiativpreis Deutsche Sprache geht in diesem Jahr an das Projekt „Platt in de Pleeg“ vom Lännerzentrum för Nedderdüütsch in Bremen. Alte Menschen in Pflegeeinrichtungen werden in ihrer niederdeutschen Muttersprache angesprochen, um Vertrauen, Wertschätzung und Wohlbefinden zu fördern und Nähe zu schaffen.

Mit dem undotierten Institutionenpreis Deutsche Sprache wird die Redaktion der Zeitschrift „Germanoslavica“ geehrt, die die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik herausgibt. Die „Germanoslavica“ befasst sich mit Forschung zu slawisch-germanischen und vor allem zu den deutsch-tschechischen Beziehungen.

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