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„Das Theater ist der letzte feudalistische Bereich“

Was ein Theatermanagement-Professor über Krisen im Theatersystem und die Situation in Karlsruhe sagt

Karlsruhe ist kein Einzelfall: Der Theaterfachmann Thomas Schmidt erklärt, warum es an Bühnen immer wieder zu Machtmissbrauch kommt und warum es Betroffenen so schwer fällt, darüber zu sprechen

Was hinter dem Vorhang passiert, wird oft verschwiegen: Der Theaterfachmann Thomas Schmidt erklärt, warum es an Theatern immer wieder zu Machtmissbrauch kommt und warum es den Betroffenen so schwer fällt, darüber zu sprechen. Foto: Marcus Brandt picture alliance/dpa

Mit seiner Studie „Macht und Struktur im Theater“ hat Thomas Schmidt vor zwei Jahren viel Aufsehen in der Szene erregt. Der Professor für Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main hatte in einer repräsentativen Umfrage unter rund 2.000 Theaterbeschäftigten herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Befragten im Berufsleben schon verbale Übergriffe oder psychische Bedrohungen erlebt hat.

Auch Überstunden, geringe Bezahlung bei unsicherer Beschäftigung, Konflikte mit Theaterleitern, Diskriminierung und übergriffige Arbeitsweisen sind laut der Studie keine Einzelfälle. Anlässlich der Führungskrise am Staatstheater Karlsruhe, zu deren Lösung der Verwaltungsrat am Montag voraussichtlich eine Vertragsauflösung mit dem amtierenden Generalintendanten Peter Spuhler beschließen wird, sprach unser Redaktionsmitglied Andreas Jüttner mit Thomas Schmidt über die Angst der Beschäftigten, die Fallstricke für Intendanten und die Chancen eines Reformprozesses.

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