Falsche „Widergabe“?

Landesregierung blamiert sich wegen Rechtschreib-Tweets – mit Rechtschreibfehler

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Die baden-württembergische Landesregierung wirft den Medien vor, eine Aussage von Ministerpräsident Kretschmann zum Thema Rechtschreibung missverständlich zu zitieren. Dummerweise hat sich in dem Tweet ein Schreibfehler eingeschlichen.

Einfach widerlich, diese Wiederkäuer. Also diejenigen Lebewesen, die ein und dasselbe Thema wieder und wieder auf die Tagesordnung bringen. So geschehen vergangene Woche mit einer Aussage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der Rechtschreibung vielleicht nicht mehr so wichtig findet. Das Zitat fand sich sofort in allen Medien wieder. Aber stimmt es nun wiederum gar nicht?

Die Landesregierung jedenfalls wiederholte die Aussage auf Twitter, diesmal komplett. „Gar keine Frage“, lässt Kretschmann demzufolge wissen: Die Fähigkeit zum korrekten Umgang mit Sprache sei „Grundlage einer jeden Kultur“.

Diesen Post setzte die Landesregierung am Freitag ab – und löschte ihn am Montag wieder.
Diesen Post setzte die Landesregierung am Freitag ab – und löschte ihn am Montag wieder. | Foto: Screenshot

Viele Medien hätten das Zitat „missverständlich gekürzt widergegeben“, schrieb die Regierung dazu. Widergegeben? Ja, so steht es da. Und der Vorwurf an die publizistischen Widersacher wurde wider Erwarten recht witzig.

Denn natürlich bemerkten sofort viele Twitter-Nutzer die Widersinnigkeit des Statements und das fehlende „e“. Und kramten den selbstgewählten Slogan des Landes wieder hervor. Ein Slogan mit – in diesem Fall – hohem Wiedererkennungswert.

 

 

Update: Nach unserem Beitrag hat die Landesregierung den oben abgebildeten, ursprünglichen Tweet gelöscht und einen neuen Beitrag ohne Rechtschreibfehler gepostet.

BNN/juwel