Ein Streifenwagen der Polizei steht am 3. August am Tatort Haupt- / Grünwinklerstraße in Rheinstetten. | Foto: Deck/dpa

Anklage wegen Totschlags

Landgericht verhandelt Gewalttat in Rheinstetten

Es war nach der Ermordung eines Feuerwehrmanns im April die zweite Gewalttat des Jahres 2016 in Rheinstetten: Wegen Totschlags muss sich ab Donnerstag, 2. Februar, ein 67-Jähriger vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft Karlsruhe vor, er habe am 3. August im Rheinstettener Stadtteil Forchheim mindestens sieben Mal auf Kopf und Körper eines 60 Jahre alten Mannes eingestochen, um diesen zu töten.

Gewalttat in Rheinstetten: Angeklagter stach sieben Mal zu

Der 60-Jährige starb an den Gewalteinwirkungen. Am 4. August hatten die BNN berichtet, dass sich die tödliche Auseinandersetzung zwischen dem 67-Jährigen und dem 60-Jährigen an der Ecke Haupt- und Grünwinkler Straße ereignet habe. Dabei sei es um die Trennungsabsicht seiner Ehefrau gegangen, die der 67-Jährige nicht habe hinnehmen wollen. Wegen des lautstarken Streits zwischen den beiden Kontrahenten, so der BNN-Bericht weiter, sei die Polizei per Notruf alarmiert worden. Beim Eintreffen der Polizei – es kamen Streifenwagen aus Karlsruhe und Ettlingen – seien die beiden Männer leblos am Boden gelegen. Beide Männer wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Für den 60-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte den Sachverhalt im Wesentlichen eingeräumt, berufe sich aber auf eine Notwehrlage, da er selbst zuvor angegriffen worden sei. Der Angeklagte befindet sich seit August in Untersuchungshaft.

Termine
Als Verhandlungstermine – jeweils ab 9 Uhr im Schwurgerichtssaal Hans Thoma-Straße 7 – wurden noch Dienstag, 14. Februar, Mittwoch 15. Februar und Dienstag 21. Februar angesetzt.