Freiburg: Der Angeklagte Hussein K. wird in Fußfesseln im Landgericht in den Gerichtssaal gebracht. Der Angeklagte hat gestanden, eine junge Frau missbraucht, gewürgt und bewusstlos ins Wasser gelegt zu haben. (Archiv) | Foto: dpa

Urteil im Freiburger Prozess

Lebenslang für Mord an Freiburger Studentin

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Im Prozess um Vergewaltigung und Ermordung einer 19-jährigen Studentin in Freiburg ist der Flüchtling Hussein K. zur Höchststrafe verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Freiburg verhängten eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem ordneten sie Sicherungsverwahrung an.

Mord und schwere Vergewaltigung

Dem Angeklagten waren Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen worden. Er hat zugegeben, im Oktober 2016 nachts in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und vergewaltigt zu haben. Sie ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Der überregional beachtete Prozess hatte Anfang September vergangenen Jahres begonnen.

Widersprüchliche Angaben zum Alter

Hussein K. wurde nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der als angeblich minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommene Mann hatte anfangs behauptet, zur Tatzeit erst 17 gewesen zu sein, später aber eingeräumt, über sein Alter gelogen zu haben. Mehreren Gutachten zufolge war er mindestens 22 Jahre alt.