Auch Veranstaltungshinweise sind neben der Anzeige der verfügbaren Tiefgaragen-Parkplätze im Zuge des neuen Parkleitsystems komfortabel vom Schreibtisch aus einzuspeisen. | Foto: Andreas Kleber

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Hochmodernes Parkleitsystem als weiterer Digitalisierungsschritt in Ettlingen

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Manch einem aufmerksamen Beobachter mag es aufgefallen sein: Die Stadt Ettlingen verfügt seit Mai diesen Jahres über ein neues digitales Parkleitsystem. Die recht unansehnlichen „Metallkörper“, wie sie Stadtbauamtsleiter Uwe Metzen bezeichnet, sind an den Standorten Pforzheimer Straße, Schillerstraße, Karlsruher Straße und Durlacher Straße vier hoch modernen Leitsystemen gewichen. Sie sind ein Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt.

Einfache „Bestückung“ mit Zusatzinformationen

Es sei an der Zeit für eine Erneuerung gewesen, denn schließlich stammten die alten Schilder noch „irgendwann aus den 80er Jahren“. Die hätten zwar ordnungsgemäß mit rot oder grün unterlegt angezeigt, ob noch Stellplätze in einer der beiden Parkhäuser „Neuer Markt“ und „Stadtbahnhof“ frei seien, um wie viele Plätze es sich aber tatsächlich gehandelt hat, das ließ das System offen. Äußerst kompliziert sei so Metzen auch die Eingabe von Veranstaltungen in der Zusatzleiste unterhalb der Parkplatzanzeige gewesen. „Hier mussten immer Mitarbeiter der Sparkasse an einem Rechner im Keller die neuen Veranstaltungs-Infos eingeben“, erklärt Metzen das Verfahren. Dies könne nun bequem von Mitarbeitern des Kultur- und Sportamts vom Schreibtisch aus erledigt werden. Im Gegensatz zu den alten Anzeigen ist das neue System zudem in der Lage, die genaue Anzahl der freien Stellplätze zu erfassen. Hinsichtlich des neuen digitalen Parkleitsystems spricht Metzen von einer „sehr guten Resonanz vonseiten der Bevölkerung“. Dies beträfe nicht nur die Technik, sondern auch das Design. Ein „ganz großer Pluspunkt“ sei, dass die Schrift auch dann noch gut zu lesen ist, wenn die Sonne direkt auf das Schild scheint.

Sparkasse nach Vertrag aus den 1980er-Jahren beteiligt

Weitere Anlagen an anderen Stellen der Stadt seien derzeit aber trotzdem nicht geplant. Immerhin hätten sich die Kosten für die vier neuen Anlagen auf rund 100. 000 Euro belaufen, woran sich die Sparkasse Karlsruhe (Tiefgarage „Neuer Markt“) und die Firma Hurrle (Tiefgarage „Stadtbahnhof/Stadtgarten“) als Betreiber mit 23 000 beziehungsweise 1 500 Euro beteiligt hätten. Auseinander klafft die Beteiligung, da die Sparkasse laut Vertrag aus den 1980er Jahren verpflichtet ist, anteilige Kosten des Parkleitsystems zu übernehmen. Einen solchen Vertrag hat Hurrle nicht, der „Zuschuss“ floss insofern auf freiwilliger Basis.
Der Einsatz von Digitaltechnik soll weiter vorangetrieben werden, so Metzen. Wie sind die Verkehre in Ettlingen? Das sei eine der Fragen. Man werde weiter testen und will dem Gemeinderat in Sachen Staugefahr und möglicher Entzerrung vorschlagen, nach der schon im Zuge der A5-Baustelle überwachten Schillerstraße die Verkehrsströme der wichtigen Pforzheimer Straße zu messen. Zukunftsmusik sei noch eine oberirdische Parkraumüberwachung, mit kleinen Sensoren im Boden oder über Wärmebildkameras könnten freie Parkplätze etwa über eine App angezeigt werden.