Offenburg: Mit Enkeltrick um Goldmünzen betrogen

Anzeige

Ein älteres Ehepaar ist am Dienstagabend um eine Goldmünzen-Sammlung im Wert von mehreren Zehntausend Euro betrogen worden. Der Unbekannte hatte sich hierbei der weitverbreiteten Masche des „Enkeltricks“ bedient. Bereits im Verlauf des ersten Anrufs am Montag ist es dem fremden Mann gelungen, den Senioren glaubhaft zu machen, dass er der Neffe aus Berlin sei.

Er gab vor, für ein Immobiliengeschäft finanzielle Unterstützung zu benötigen. Weitere Anrufe am Dienstag folgten, bis sich die letztlich Betrogenen tatsächlich dazu überreden ließen, einem als Notar oder Notargehilfe bezeichneten Mann, die Goldmünzen auszuhändigen. Die Übergabe fand am Dienstag in der Zeit zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr an der Wohnanschrift des Ehepaars im Offenburger Südwesten statt.

Von dem Unbekannten fehlt jede Spur

Der Abholer sei etwa Anfang 40 Jahre alt und dunkelhaarig gewesen. Er habe fließend Deutsch gesprochen und sich als „Jannik“ vorgestellt. Von dem Unbekannten und den Goldmünzen fehlt seither jede Spur.

Tipps der Kriminalpolizei

Die Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst
    mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr
    Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter
    ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und
    benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen
    Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein
    Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und
    erstatten Sie Anzeige.