Hier heißt es mitmachen: Die Ausstellung "Open Codes" im ZKM bietet jede Menge Anschauungs- und Informationsmaterial, will aber auch dazu ermuntern, selbst aktiv zu werden.
Hier heißt es mitmachen: Die Ausstellung "Open Codes" im ZKM bietet jede Menge Anschauungs- und Informationsmaterial, will aber auch dazu ermuntern, selbst aktiv zu werden. | Foto: Grünschloß/ZKM

Bildungsexperiment bis 2019

ZKM verlängert „Open Codes“

Wenn eine Ausstellung „Open Codes“ heißt, sollte sie auch einen passenden Abschluss haben. Den erhält sie jetzt: Das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) hat die groß angelegte Unternehmung, die eigentlich mehr ist als eine Ausstellung, verlängert. Die „Open Codes“ dauern jetzt bis zum nächsten „Tag der offenen Tür“ – das ist der 6. Januar 2019.

Große Nachfrage

Ursprünglich sollte das Projekt am 8. August 2018 enden. Doch die Nachfrage ist offenbar dermaßen groß, dass man sich entschlossen hat, das ungewöhnliche Angebot auszudehen. „Open Codes verzeichnet an den Wochenenden – inklusive Freitag und obwohl das ZKM am Samstag erst um 14 Uhr öffnet – zwischen 1.500 und 1.800 Besucherinnen und Besucher“, berichtet ZKM-Vorstand Peter Weibel.

Dass dieses „Bildungsexperiment“ (Weibel) auf einen so regen Besucherzuspruch stößt, habe man zum Anlass genommen, noch ein halbes Jahr dazuzugeben. Daneben versteht der Künstler, Kurator und Theoretiker die Verlängerung auch als Gabe an die Bevölkerung. Weibel: „Diese Ausstellung ist bei freiem Eintritt und freien Getränken auch ein Geschenk an alle unsere Besucher und Besucherinnen zum 30-jährigen Jubiläum im Jahre 2019.“

ZKM als Start-up

Vor (knapp) 30 Jahren, am 12. August 1989, trat die Satzung des ZKM in Kraft. Im Mai hatte der Karlsruher Gemeinderat die Gründung beschlossen – eine außergewöhnliche Tat findet Weibel: Die Karlsruher hätten sich damals schon an ein Start-up-Unternehmen gewagt, obwohl man noch gar nicht genau absehen konnte, wie gut sich das ZKM entwickeln würde. Dieses besondere Datum will man im kommenden Jahr unter dem Stichwort „30 Jahre Zukunftslabor ZKM“ mit einem eigenen Programm würdigen.

Dass man „Open Codes“ im Ausstellungsreigen einen besonderen Rang einräumt, hat nicht zuletzt mit dem Begriff „Bildungsexperiment“ zu tun. Immerhin geht es hier nicht nur darum, dem Publikum Werke zu präsentieren oder Informationen zu vermitteln – „Open Codes“ ist zugleich ein Arbeits- und Kreativraum, in dem sich Gruppen treffen und untereinander austauschen oder auch ein gemeinsames Vorhaben entwerfen, durchdiskutieren und planen können. Man hat Gelegenheit zu schauen, aufzunehmen, zu reflektieren, aber genauso sind Machen und Mitmachen angesagt.