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Einzelfallentscheidung möglich

Familie kämpft um frühere Impfung für kranken Benni: „Mit Corona hätte er keine Chance“

Benni Over ist unheilbar an Muskelschwund erkrankt. Eine Corona-Infektion wäre tödlich, sagt sein Vater. Deshalb hat die Familie aus der Pfalz um eine frühere Impfung gekämpft – mit Erfolg.
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Es war im Februar vor einem Jahr. Im Fernsehen liefen Büttenreden und es sprach ein unbekannter Virologe, als Familie Over beschloss, sich daheim einzuschließen. „An Fastnacht haben wir die Schotten dicht gemacht“, sagt Klaus Over. Als ein Herr Drosten im Fernsehen vor dem Coronavirus warnte, habe er realisiert, welche Gefahr seinem Sohn Benni droht.

Der 30-Jährige aus dem Norden von Rheinland-Pfalz ist an Muskelschwund erkrankt, sitzt im Rollstuhl und muss beatmet werden. Er kann nur seine Finger bewegen und leise sprechen. „Menschen wie er haben keine Chance, wenn sie Corona bekommen“, sagt Klaus Over. „Eine Infektion wäre tödlich.“

Also kam kein Beatmungsdienst mehr ins Haus, keine Intensivpfleger, keine Besuche. Connie und Klaus Over übernahmen im Februar 2020 die Vollzeitpflege. Einer muss immer bei Benni sein – der Beatmungsschlauch darf nicht abreißen. „Wenn wir das nicht mitbekommen, kann es zu spät sein. Es gibt keine Auszeiten, und nebenher muss der ganz normale Haushalt laufen.“

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