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Ausflugsziel in der Pfalz

Kurpfalz-Park in Wachenheim: Wo Adrenalin und Naturerfahrung sich am nächsten kommen

Ein Uhu gleitet lautlos durch die Luft, Wölfe durchstreifen das Gebüsch – und ein paar Meter weiter ist Nervenkitzel auf der Freifallrutsche angesagt: Der Kurpfalz-Park bietet, was Familien Spaß macht. Wann lohnt sich der Besuch?

Die Sommerrodelbahn ist eine der Attraktionen, die im Kurpfalz-Park nicht nur den Kleinen Spaß macht. Foto: Kurpfalz-Park

An einem wechselhaften Tag nach Wachenheim zu fahren ist nicht die schlechteste Strategie. Sicher: Die schöne Mittelgebirgslandschaft des Pfälzerwalds wirkt unter bewölktem Himmel nicht ganz so lieblich wie bei Sonnenschein. Doch im Kurpfalz-Park ist ein bisschen Nieselregen kein Nachteil. Wetterfeste Besucher haben dann nämlich an den Fahrgeschäften nahezu freie Bahn.

Wer also Kettenkarussell oder Rodelbahn fahren will ohne anzustehen, wer freie Sicht bei der Greifvogel-Schau möchte oder Ruhe sucht auf lauschigen Wanderpfaden zwischen Wildtiergehegen – der sollte gute Regenkleidung mitnehmen und sich aufmachen. Auf in die Pfalz.

Von Karlsruhe aus muss man eine knappe Stunde Fahrt zum Kurpfalz-Park schon einplanen. Doch die lohnt sich – vor allem, wenn Kinder im Alter bis etwa 14 Jahre mit dabei sind. Mit ihnen kann man in dem Park, der seine Nische irgendwo zwischen Wildtierpark und Vergnügungspark gefunden hat, locker einen ganzen Tag zubringen.

Und sollte es irgendjemandem dann doch langweilig werden, gibt es in der Nähe ausgezeichnete Wanderpfade und in Wachenheim oder Neustadt eine große Auswahl an Cafés und Restaurants.

Wildtiere in naturnahen Gehegen

Der Park erstreckt sich über rund 700.000 Quadratmeter weitgehend naturbelassene und bewaldete Fläche. Einen Großteil davon machen die großzügigen Wildtiergehege aus, in denen sich Luchs, Rotwild und Co. zeigen – oder es auch lassen können. Fast immer in Besuchernähe halten sich die beiden Wölfe auf, deren Gehege gleich am Anfang des Rundwegs zu finden ist.

„Die beiden sind stark auf Menschen geprägt und deshalb recht zahm“, erklärt Peter Braun. Er ist der Sohn des Betreibers Peter Braun und in der Geschäftsführung tätig. Während der Park-Öffnungszeiten ist er häufig mit seinem Golfwagen unterwegs und schaut, ob es irgendwo klemmt.

Niedlicher Gesell: Die Waschbären haben ihr Gehege mittendrin im Herzen des Kurpfalz-Parks. Foto: Kurpfalz-Park

Die Tiere sind dann nicht die üblichen Verdächtigen. Sie leben in ihren Gehegen ein weitgehend unbehelligtes Leben - vor allem die Esel, die am äußersten Zipfel des langen Rundwegs zu finden sind. Den gehen nämlich nur vereinzelte Besucher, die dann auch tatsächlich dem Trubel in der Mitte des Parks entfliehen und dabei die Natur genießen wollen.

Auch eine öffentliche Fütterung gibt es derzeit nicht, stattdessen ein Tierleben, wie es ebenso im Wald stattfinden könnte. Natürlich ist das Wild es gewöhnt, dass Menschen in der Nähe unterwegs sind, und so kann es im „Tal der Damhirsche“ auch durchaus zu einer Begegnung mit den sonst so scheuen Tieren kommen. Füttern ist allerdings verboten, die einzige Ausnahme sind die Ziegen im Streichelgehege.

Kurpfalz-Park

Kurzsteckbrief: Der Kurpfalz-Park bietet auf 700.000 Quadratmeter Fläche Wildtiergehege, Fahrgeschäfte, Spielplätze, Rutschen und Zutritt zu mehreren Shows. Hauptzielgruppe sind Familien mit Kindern bis 14 Jahre.

Anfahrt und Parken: Nach der Rheinbrücke auf die A65 bis Ausfahrt Neustadt an der Weinstraße. Durch Neustadt Richtung Lambrecht/Wachenheim. Vor Lambrecht rechts abbiegen, der Beschilderung „Kurpfalz-Park“ folgen. Kostenlose Parkplätze sind ausgeschildert.

Wanderung: Rund um den Kurpfalz-Park liegen sehr schöne Wanderwege, zum Beispiel in Richtung Lambertskreuz oder durchs Benjental. Man kann den Besuch auch mit einem Weinfest verbinden (Weinfestkalender).

Gastronomie: Im Park gibt es eine Imbiss-Station und Picknickplätze, außerdem eine Grillstelle zum Mieten. Eine große Auswahl an guten Restaurants gibt es in Wachenheim oder in Neustadt.

Öffnungszeiten: Bis 24. Oktober und vom 30. Oktober bis 7. November hat der Kurpfalz-Park täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (Fahrgeschäfte ab 10 Uhr, Einlass in den Park bis 16 Uhr). Vom 25. bis 29. Oktober bleibt der Park geschlossen. Ab 8. November ist Winterpause.

Corona-Regelung: Besucher müssen sich derzeit vor einem Besuch auf der Website registrieren.

Eintritt: Erwachsene 16 Euro, Kinder bis 14 Jahre 14 Euro. Kinder bis drei Jahre frei.

Info: www.kurpfalz-park.de, Telefon (06325) 2077.

Greifvögel hautnah

Wer ganz mutig ist, hat außerdem noch zweimal am Tag bei der Greifvogel-Flugschau Gelegenheit zu einer ganz speziellen Tierbegegnung. Schonmal einen Uhu auf dem Kopf getragen? Der Falkner macht es nach seiner Show möglich.

Diesem Blick muss man standhalten können: Im Kurpfalz-Park zeigt der Falkner die beeindruckenden Flugkünste des Kanadischen Uhus. Foto: Angela Wiedemann

Vorher zeigt er allerdings, was seine Flugkünstler so drauf haben: Beispielsweise die Schleiereule „Bumerang“, die aufs kleinste Zeichen ihre Flügel ausbreitet und graziös durch die Luft gleitet. Oder der Steinadler, der mit seinen mächtigen Schwingen kleinste Aufwinde nutzt, um sich in die Höhe zu katapultieren.

Für komödiantische Einlagen sorgt Geierdame Daisy, die auf der Jagd nach einem Küken-Snack lieber hinter ihrem Falkner herhopst, anstatt ihre Flügel zu bemühen.

Mächtige Schwingen: Der Steinadler nutzt kleinste Aufwinde, um in die Lüfte zu steigen. Im Kurpfalz-Park erhält man einen Eindruck von der Kraft, die in seinen Flügeln steckt. Foto: Angela Wiedemann

Fahrgeschäfte für Groß und Klein

Dass es neben so viel Naturerlebnis auch noch klassische Vergnügungspark-Elemente gibt, lässt den Kurpfalz-Park unter den Familien-Ausflugszielen der Region hervorstechen. So finden die Besucher im Herzen des Parkgeländes mehrere Fahrgeschäfte vor, die nicht nur den Kleinen Spaß machen.

Nebeneinander liegen die Sommerrodelbahn Rotsteigflitzer und der Kurpfalz-Coaster, eine kleine Achterbahn, die den Vorzug hat, dass man sie auch bei Regen fahren kann. Ebenfalls für Große interessant sind das Kettenkarussell und das Rutschenparadies, in dem Mutige die Freifallrutsche mit 60 Prozent Gefälle nehmen.

Hoch, schief, schnell: Das Kettenkarussell Piratenflug ist im Kurpfalz-Park recht neu, zählt aber schon zu den beliebtesten Fahrgeschäften. Foto: Kurpfalz-Park

Rund um den hübsch angelegten See, in dem man Tretboot und Bumperboat (eine Art Boxauto auf dem Wasser) fahren, oder über den man mit dem Sessellift schweben kann, gruppieren sich Picknickplätze, außerdem mehrere Spielplätze.

Eine besondere Attraktion für Kinder ist das vierstöckige Piratennest, ein riesiges Kletterspielhaus im Freien. Und wem das alles noch nicht genug Spaß für einen Tag ist, der hat noch die Möglichkeit, eine Vorstellung des Clowns Hollino zu sehen oder das Puppentheater zu besuchen.

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