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Streit um Asylpolitik

Abschiebungen in Deutschland: Selten erfolgreich, bisweilen traumatisch

Abschiebungen von Migranten in Deutschland sind ein großes Problem: Die meisten von ihnen scheitern, in anderen Fällen werden gut integrierte Flüchtlinge zur Ausreise gezwungen. Bund und Länder, Helfer und Innenpolitiker schieben sich die Verantwortung zu. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Ein Leben in Ungewissheit: Viele Flüchtlinge haben keine Chance, sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Um die Rückführung solcher Menschen wird heftig gestritten. Foto: Peter Kneffel picture alliance / dpa

Es ist zwei Uhr nachts, eine Roma-Familie aus Stuttgart räumt gerade nach einem späten Abendessen das Geschirr ab. Im Fenster sieht Fatos Qallaku plötzlich viele Polizisten auf der Straße stehen. Er macht das Licht aus. Doch es ist zu spät. „Sie haben uns beobachtet”, erzählt der 33-Jährige. „Die Beamten verschafften sich irgendwie den Zugang ins Haus und hämmerten an unserer Wohnungstür.”

„Sie werden heute ausreisen müssen”: Als Qallaku diesen Satz hört, weigert er sich, die Tür zu öffnen. „Die haben dann eine Bohrmaschine geholt und versucht, den Zylinder im Schloss aufzubrechen.”

Er gibt schließlich auf. Weil seine fünfjährige Tochter krank ist, erlaubt die Polizei, seiner Frau und vier weiteren Kindern vorerst zu bleiben. Sie werden drei Monate später nachkommen. Der Familienvater bekommt drei Stunden Zeit, um seine Sachen zu packen.

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