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Ein Lichtblick

Baden-Baden fällt bei der 7-Tage-Inzidenz unter die 50er-Grenze

Erstmals seit mehreren Monaten ist eine Stadt in der Region bei der 7-Tage-Inzidenz der Coronafälle pro 100.000 Einwohner unter die Grenze von 50 gefallen. Ab diesem Wert gelingt es den Gesundheitsämtern nach Expertenaussagen, einzelne Fälle genau zu verfolgen und Betroffene rechtzeitig in Quarantäne zu stecken.

Laut Reinhart lägen die Preise für FFP2-Masken teilweise zwischen vier und sechs Euro. Das sei für viele Menschen zu teuer. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die Kurstadt Baden-Baden hat landesweit in der zurückliegenden Woche die wenigsten Coronafälle registriert und damit als erste Stadt in der Region einen wichtigen Grenzwert unterschritten.

Wie das Landesgesundheitsamt am Montagabend mitteilte, sank die 7-Tages-Inzidenz bei den gemeldeten Coronafällen pro 100.000 Einwohner an der Oos auf 39,9. Auch die anderen Städte und Kreise im BNN-Verbreitungsgebiet meldeten sinkende Zahlen.

Voraussichtlich am Mittwoch will die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart über eine Wiedereröffnung der Kitas und Schulen ab Anfang Februar entscheiden. Unterdessen kritisierte der Stuttgarter CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart die nach seiner Meinung zu hohen Preise für FFP2-Masken und appellierte an Apotheken und Händler, den Verkaufspreis auf maximal einen Euro festzulegen.

Die 7-Tage-Inzidenz spielt nach Aussage von Virologen und Politikern deshalb eine so große Rolle, weil die Gesundheitsämter jenseits des Grenzwerts von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner die Kontrolle über das Pandemiegeschehen verlieren. Deshalb gilt das Unterschreiten dieses Wertes auch als Grundlage für mögliche Lockerungen.

Die Entwicklung in den weiteren Landkreisen

Der Landkreis Rastatt liegt mittlerweile nur noch bei 56,6, die Stadt Karlsruhe bei 67,0. Der Landkreis Karlsruhe meldet 85,4, der Ortenaukreis 118,8 und der Enzkreis 83,7. Landesweit ist die 7-Tages-Inzidenz auf 86,9 gesunken, wobei die Stadt Pforzheim mit 141,3 weiterhin zu den negativen Ausreißern zählt.

Reinhart sagte: „Es darf nicht sein, dass Menschen vom Alltagsleben ausgeschlossen werden, weil sie kein Geld für die teuren Masken haben, die zum Teil aber nun in bestimmten Bereichen Pflicht sind.“ Auf diese Weise würden Menschen, die sowieso schon unter den Kontakteinschränkungen im Corona-Lockdown litten, noch mehr isoliert.

Der CDU-Politiker sieht Österreich in der Maskenfrage als Vorbild. Bundeskanzler Sebastian Kurz habe mit dem Einzelhandel vereinbart, die Masken zum Selbstkostenpreis zu verkaufen. „Eine solche freiwillige Selbstverpflichtung wünsche ich mir auch für Deutschland“, sagte Reinhart.

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