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LBBW-Studie

Brexit-Zwischenbilanz: Katerstimmung nach dem Alleingang

Eine erste Brexit-Zwischenbilanz der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zeigt verheerende wirtschaftliche Folgen vor allem für Großbritannien. Die Analysten zeigt, dass die Bedeutung des Königreichs als Handelspartner für Deutschland schwindet.

Neue Zollverfahren als gewaltiger Bremsklotz im Handel: Lastwagen stehen im Hafen der britischen Küstenstadt Dover Schlange, um vor der Überfahrt in die EU kontrolliert zu werden. Foto: Gareth Fuller picture alliance/dpa/PA Wire

Der Brexit war für Sharon da Costa ein K.O-Schlag in die Magengrube. Die Direktorin einer Firma mit acht Angestellten in der englischen Hafenstadt Bristol, die unter anderem Sportausrüstung verkauft und Trainingsvideos produziert, kennt sich mit harten Kämpfen auf der Judo-Matte gut aus.

Doch der große politische Wurf des Premiers Boris Johnson, der die britische Mitgliedschaft in der EU beendet hat, endete für da Costa abrupt mit einem wirtschaftlichen Würgegriff, der jetzt ihrem Unternehmen Fighting Films die Luft abschnürt.

„Das ist ein Alptraum“, vertraute die Britin Ende März der Zeitung „Guardian“ an. „Wir wurden über den Tisch gezogen. Gäbe es nicht Corona, wäre das in aller Munde“. Fighting Films hat Angst um ihre Kunden in Belgien. Vor dem Brexit war es eine Sache von zwei Tagen, sie mit Judo-Anzügen zu beliefern, jetzt dauert es wegen der neuen Zollformalitäten einen Monat lang. Gleichzeitig laufen Fighting Films ihre britische Kunden weg, weil sie Sportausrüstung aus Europa nicht mehr zu konkurrenzfähigen Preisen importieren kann.

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