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Lesen, was war

Bücher über die Bombe

Sachbuch, Roman oder Comic? Wir haben Lesetipps gesammelt für Kinder und Jugendliche, die mehr wissen möchten zum Thema Krieg.

Die Bombe - Graphic Novel aus dem Carlsen Verlag Foto: Carlsen Verlag

Lesealter ab 14

Auf 450 Seiten erzählen Alcante und Laurent-Frédéric Bollée in ihrer Graphic Novel „Die Bombe“ die Geschichte hinter den Kulissen. Sie zeigen die Motive höchster Politiker wie Roosevelt und Truman, die Rolle berühmter Wissenschaftler wie Einstein und Oppenheimer sowie die der weniger bekannter Akteure wie des Physikers Leó Szilàrd, der zunächst alles tat, die Bombe zu entwickeln und am Ende verzweifelt versuchte, deren furchtbaren Einsatz in Japan zu verhindern.

Die atmosphärischen und ernsten Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Denis Rodier sind prägnant und eindringlich. Auf kraftvolle Art und Weise erinnert diese Graphic Novel an eine der schlimmsten Katastrophen der Weltgeschichte. Bilder, die die Leserinnen und Leser auch nach der Lektüre noch lange beschäftigen.

Autoren: Alcante, Laurent-Frédéric Bollée, Denis Rodier

Die Bombe, Carlsen Verlag, 42 €, ISBN: 978-3-551-79360-7

Lesealter ab 10 Jahren

Wie haben die Menschen, vor allem die Kinder jener Zeit, das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt: die letzten Kriegsmonate, die Kapitulation, die Besatzung durch die alliierten Armeen, das Leben, oder vielmehr Überleben trotz Hunger und schlimmster Knappheit?

Texte bekannter Kinderbuchautoren wie Christine Nöstlinger, Gudrun Pausewang, Uri Orlev, Anke Bär und anderen erzählen davon. Sie machen sprachlos, richten aber auch den Blick nach vorne: in eine neue und vor allem friedliche Zukunft. Ergänzt werden diese literarischen Texte durch informative Wissens-Facts vom langjährigen GEOlino-Chefredakteur Martin Verg.

„Gestern war noch Krieg” ist in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg entstanden, die ein Nachwort für das Buch beigesteuert hat.

Autoren: Martin Vaug, Jürgen Hübner

Gestern war noch Krieg, Thienemann-Verlag, 12 €, ISBN: 978-3-522-18522-3

Lesealter ab 14 Jahren

Der letzte Papierkranich - Roman aus dem Arctis-Verlag

Ichiro und sein bester Freund Hiro überleben den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Schwer verwundet begeben sich die beiden Teenager auf die Suche nach ihren Familien. Schließlich finden sie Keiko, Hiros fünfjährige Schwester. Doch das kleine Mädchen geht in dem Chaos der völlig zerstörten Stadt verloren. Ihr Verbleib und Schicksal lässt Ichiro nicht mehr los. Einige Wochen später kehrt er zurück an den Ort des Grauens und begibt sich auf die Suche nach ihr. Überall hinterlässt er Origami-Papierkraniche mit seiner Adresse, in der Hoffnung, dass Keiko überlebt hat.

Eine schnörkellos erzählte Geschichte, die das Grauen der ersten Minuten und der späten Jahre nach dem Abwurf sehr nachvollziehbar macht. Gedichte im japanischen Stil eröffnen und beenden die Erzählung. Aber keine Angst - sie sind gut zu verstehen und erzählen die Geschichte zügig weiter.

Autorin: Kerry Drewery

Der letzte Papierkranich, eine Geschichte aus Hiroshima, Arctis-Verlag, 19 €, ISBN: 978-3-03880-043-9

Der Klassiker



Autorin: Gudrun Pausewang

Die letzten Kinder von Schewenborn, Ravensburger Verlag, 6,99 €, ISBN: 978-3-473-58007-1

Sachbuch für Kinder ab 5 Jahren

Kinder, die in Europa aufwachsen, kennen Krieg meist nur aus Geschichten und von Bildern. Das, was sie darüber erfahren, macht ihnen oft Angst. Dann fragen sie sich: Bin ich selbst auch in Gefahr? Was ist Terrorismus? Und warum gibt es überhaupt Soldaten? Der vierte Band der Reihe „Wie es, wenn...” erklärt den Unterschied zwischen Streit und Krieg und welche Auswirkungen gewaltsame Konflikte haben können. Das Bilderbuch zeigt aber auch, dass sich viele Menschen auf der ganzen Welt für Frieden einsetzen.

Autorinnen: Louise Spilsbury, Hanane Ka i

Wie ist es, wenn es Krieg gibt?, Gabriel Verlag, 10 Euro, ISBN: 978-3-522-30534-1



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