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Fünf Milliarden Euro für 3000 Bahnhöfe

Bund plant frischen Anstrich für attraktivere Bahnhöfe

Mit einer Finanzspritze möchte der Bund Bahnhöfe umbauen und attraktiver gestalten. Moderne Bahnhöfe soll Personen motivieren auf die Bahn umzusteigen.

Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister, hat eine Gesamtinvestitionen von mehr als fünf Milliarden Euro für 3000 Bahnhöfe geplant. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Der Bund hat angekündigt mit einer Finanzspritze zahlreiche Bahnhöfe in den kommenden Jahren attraktiver zu machen. Dies gilt auch für Bahnhöfe in Baden-Württemberg.

Moderne, saubere und barrierefreie Bahnhöfe laden nach den Worten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dazu ein, auf die Bahn umzusteigen. Es solle sicht- und erlebbare Verbesserungen für die Reisenden geben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Es gebe Handlungsbedarf, dies stehe außer Frage.

Barrierefreier Umbau von 161 Bahnhöfen

Konkret geht es um ein „BahnhofskonzeptPlus“. So ist an bundesweit 111 kleineren sowie an rund 50 mittelgroßen Bahnhöfen ein barrierefreier Umbau geplant, indem etwa Rampen oder Aufzüge finanziert werden oder bessere Informationen für die Reisenden zur Verfügung stehen.

Bei den mittelgroßen Bahnhöfen geben die Länder Mittel dazu. Zudem geht es laut Ministerium um die Modernisierung von 40 kleinen und mittleren Empfangsgebäuden in Bahnhöfen, um den Aufenthalt für die Kunden angenehmer zu machen.

2020 startete bereits ein Bahnhofsprogramm, das jedoch trotz des neuen Konzepts weiterläuft. Dabei geht es um kleinere Maßnahmen wie neue Bänke oder Böden.

Scheuer plant fünf Milliarden Euro Gesamtinvestionen

Nach Angaben Scheuers geht es um Gesamtinvestitionen von mehr als fünf Milliarden Euro in über 3000 Bahnhöfe. Die Planung gehe damit über das im Koalitionsvertrag vereinbarte „1000-Bahnhöfe-Programm“ hinaus.

Es ist wirklich höchste Eisenbahn, Menschen mit Einschränkungen einen besseren Zugang zu Bussen und Bahnen zu ermöglichen.
Winfried Hermann, Landesverkehrsminister

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) würdigte, dass der Bund nun auch die größeren Stationen finanziell unterstütze, sobald diese modernisiert und barrierefrei umgebaut werden müssen. „Bund und Länder haben sich ja verpflichtet, gemäß UN-Konvention bis zum Jahr 2022 im ÖPNV für Barrierefreiheit zu sorgen“, sagte er. „Es ist wirklich höchste Eisenbahn, Menschen mit Einschränkungen einen besseren Zugang zu Bussen und Bahnen zu ermöglichen.“

Umbauten bei 16 Bahnhöfen im Südwesten

Aus Baden-Württemberg gehören Aulendorf, die Hauptbahnhöfe in Heilbronn, Reutlingen, Tübingen, Heidelberg und Ulm sowie der Bahnhof Stuttgart-Feuerbach zum neuen Programm. Ebenfalls investiert wird in Hausach und Neckarsulm sowie in die kleineren Bahnhöfe Brucken, Dettingen (Teck), Kirchheim (Teck) Süd, Oberlenningen, Owen (Teck), Reutlingen-Betzingen, Uhldingen-Mühlhofen und Unterlenningen.

Bundesweit hat die Deutsche Bahn nach Angaben des Unternehmens rund 5700 Bahnhöfe, davon betreibt sie etwa 700 Bahnhofsgebäude. Bund und Bahnindustrie wollen in den kommenden zehn Jahren die Zahl der Fahrgäste auf der Schiene verdoppeln.

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