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Kuriose Ressort-Verteilung

Die Blasmusik wandert nun doch in ein grünes Ministerium

Die CDU fühlt sich der Blasmusik besonders verbunden – deshalb war diese plötzlich beim Ministerium für Landesentwicklung und Bauen angesiedelt. Doch die Verbände fanden das keine gute Idee.

Täterä! Die Blasmusik - hier beim Musikfest Baden-Württemberg in Karlsruhe 2015 - ist künftig wieder beim Kunstministerium angesiedelt. Foto: Uli Deck/dpa

In der Nacht zum 5. Mai setzte das Kernverhandlungsteam der CDU in den Gesprächen mit den Grünen vieles daran, an neues „Heimatministerium“ zu zimmern. CDU-Landeschef Thomas Strobl und seine Mitstreiter ertrotzten sich dafür sogar die Zuständigkeit für die Blasmusik im Land, der sich die Christdemokraten besonders verbunden fühlen, die seit 2011 aber in dem von der Grünen-Politikerin Theresia Bauer geführten Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ihre politische Heimstätte hat.

Das neue Haus sollte zudem für die Landesentwicklung und das Bauen zuständig sein, beides Kompetenzen, die zuvor im CDU-geführten Wirtschaftsministerium angesiedelt waren, sowie für die Heimattage, bislang die Domäne des ebenfalls CDU-geführten Ministeriums für den Ländlichen Raum. Tatsächlich waren die Grünen bereit, der CDU wenige Stunden vor der offiziellen Vorstellung des Koalitionsvertrags am 6. Mai die Wünsche zu erfüllen – nur in einem Punkt spielten sie nicht mit: bei der Benennung des neuen Ressorts.

Die grünen Parteichefs, die von der neuerlichen Koalition mit der CDU ohnehin nur mäßig angetan waren, erinnerte ein „Heimatministerium“ zu sehr an die noch weniger geschätzte CSU. So kam es zu dem kuriosen Umstand, dass das neue Ressort für Landesentwicklung und Bauen auch für die Blasmusik und die Heimattage zuständig sein sollte.

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